Lieferdienstfahrer attackiert: Tatverdächtiger mit vier Haftbefehlen landet im Gefängnis

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Symbolbild - Polizei
Symbolbild/pixabay

Chemnitz. Ein Vorfall im Zusammenhang mit einer Essenslieferung hat in der Nacht zu Sonntag im Chemnitzer Ortsteil Sonneberg zu einem größeren Polizeieinsatz geführt.

Gegen einen 27-jährigen lettischen Staatsangehörigen wurden mehrere Strafanzeigen erstattet. Zudem wurde der Mann aufgrund von vier offenen Haftbefehlen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Nach Angaben der Polizei hatten der 27-Jährige und weitere Landsleute Essen zu einem Mehrfamilienhaus in der Gießerstraße bestellt. Als der Lieferdienstfahrer die Bestellung auslieferte, sollen die Männer die Speisen entgegengenommen haben, ohne dafür zu bezahlen. Anschließend wurde der Fahrer demnach aus dem Haus gedrängt und von dem 27-Jährigen sowie einem 37-jährigen Landsmann geschlagen.

Alarmierte Polizeibeamte trafen wenig später am Einsatzort ein. Der 27-Jährige versuchte nach Polizeiangaben zunächst, sich durch Verstecken den Maßnahmen zu entziehen. Die Beamten konnten ihn jedoch ausfindig machen und unter Kontrolle bringen. Während der polizeilichen Maßnahmen soll der Mann erheblichen Widerstand geleistet und die Einsatzkräfte fortlaufend beleidigt haben.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den Letten vier offene Haftbefehle vorlagen. Daraufhin wurde er festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Auch während des Transports setzte sich der Mann den Angaben zufolge weiter zur Wehr. Er soll einem Polizeibeamten in die Hand gebissen und ihn angespuckt haben. Der Beamte erlitt dabei leichte Verletzungen. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Betrugs, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung.