Streit um eine Ordnungswidrigkeit endete mit Strafanzeige

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Symbolbild/pixabay

Grimma. Ein Mitarbeiter (56) vom Umweltamt, Fachbereich Forst, erlebte Montagmittag während seines Rundganges im Waldgebiet des Rummel-Wedniger-Collm (Tongruben) Folgendes:

Neben dem in diesem Gebiet errichteten Funkmast parkte ein VW Tiguan, der aufgrund der gesperrten Waldwege dort nicht hätte stehen dürfen. Also stapfte der 56-Jährige zu dem Auto und entdeckte darin überraschender Weise ein Pärchen.

So zückte er seinen Dienstausweis und zeigte diesen der Fahrerin, die inzwischen
ausgestiegen war. Den Mann (76), der auf dem Beifahrersitz saß, erkannte er auf den
zweiten Blick als jenen, den er schon vor gut einem Vierteljahr wegen unerlaubten
Benutzens von Waldwegen belehrt hatte.

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Nun wollte es der 56-Jährige auch dieses Mal bei einer Belehrung belassen, doch dankte es ihm der Mann mit heißen Diskussionen. Er dürfe die Waldwege befahren, das habe
er nachgelesen, so der 76-Jährige.

Jetzt allerdings sah sich der Mitarbeiter vom Umweltamt in der Pflicht, doch Anzeige zu erstatten und wollte zu Beweiszwecken den Tiguan fotografieren. Das wiederum brachte den 76-Jährigen in Rage. Er stürzte sich auf den 56-Jährigen, um jenem den Fotoapparat zu entreißen und schlug mehrfach auf diesen ein, nebenbei betitelte der „Wildgewordene“ den Mitarbeiter mit allerlei unschicklichen Worten.

Leicht verletzt gelang es dem Mitarbeiter, sich in sein Auto zu flüchten und die Polizei zu
rufen. Diese traf kurze Zeit später am Ort des Geschehens ein und nahm die Anzeige
des 56-Jährigen wegen Beleidigung und Körperverletzung auf. Die Ermittlungen dauern
an.

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