Offener Brief an Graichen – TLG Mieter melden massive Bedenken an – Wohnungen in Grimma-West angemietet

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Grimma. In einem offenen Brief an Landrat Graichen haben sich 55 Mieter des TLG Gewerbeparks Grimma mit Stempel und Unterschrift gegen die Nutzung des Bürokomplexes „Roter Ochse“  in Grimma Süd als Asylunterkunft ausgesprochen. Außerdem wurden in Grimma-West mittlerweile Wohnungen für Asylbewerber angemietet.

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In dem offenem Brief, welchen wir hier vollständig angehangen haben, geht es vorallem darum Graichen auf die, aus der Sicht der Gewerbetreibenden, zukünftig möglichen Probleme aufmerksam zu machen. So werden der Schulsport und die Freizeitmöglichkeiten, welche gut 500 Kinder aus Grimma und Umgebung regelmäßig nutzen, in unmittelbarer Umgebung aufgezeigt. Aus Sicht der Unterzeichner ist auch eine Baugenehmigung nach den derzeitigen sächsichen Bauordnungsgesetzten gar nicht möglich. Außerdem sind die Sicherheitsrisiken für sämtliche Anlieger derzeit nicht kalkulierbar. Als Beispiel wurden die fehlenden Medienanschlüsse und die Asbestlast des Gebäudes angeführt.Vor diesem Hintergrund ist es „völlig unverständlich, dass ein gewisser Alexander Hablick von der Firma Northgate Enterprises Group Visitenkarten verteilt.“ Damit hatte sich Hablick als Vertreter der Heimleitung, Flüchtlingsunterkunft Grimma, Südstraße 80, Gebäude 57 vorgestellt und gab zudem Telefonnummer, E-Mail- und Internetadresse an. Den Mietern wurde damit unweigerlich vermittelt das die Baugenehmigung längst in trockenen Tüchern wäre. Die Anlieger gehen damit einen Schritt um sich Gehör zu verschaffen, zu Recht, so sind die Ängste auch vom Landkreis Leipzig nicht einfach so von der Hand zu weisen und er kommt damit in Zugzwang.

Derzeit scheint das ganze Projekt „Asylunterkunft Roter Ochsen“ ohnehin nicht vorran zugehen, da es nach wie vor keine Entscheidung gibt. Auch wird parallel immernoch die Massageländevariante geprüft und nach wie vor, neben dezentralen Unterbringungen, auch seitens der Stadt favorisiert. Laut dem Landkreis Leipzig wurde uns auf Anfrage aktuell nochmal versichert, dass es derzeit keine Entscheidung zum Roten Ochsen gibt. In der Auguist-Bebel-Str./Ecke Straße der Jugend in Grimma-West wurden in der Zwischenzeit vier Wohnungen durch den Landkreis angemietet um 14 Personen unterbringen zu können. Damit wurde zumindest das Gerücht, das es sich hier um 30 Familien und gleich ein ganzer angemieteter Wohnblock handeln würde, zumindest ausgeschlossen. Immer wieder werden Gerüchte von Einzelnen gezielt in Umlauf gebracht um Anwohner zu verunsichern.

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Offener Brief in voller Länge

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3 Kommentare

  1. Es ist beängstigend das zwei Stadträte diesen Brief unterschrieben und für gut und richtig befinden. Herr Mohr ist Besitzer einer Baufirma und sollte mit den Abläufen eines Bauantrags vertraut sein, den der Bescheid dazu legt erst die Auflagen hinsichtlich Brandschutz, Wasserver- und Entsorgungsleitungen und änlichen, was als Ablehnungsgründe im Brief auf Seite 2 genannt wird, fest. Kein klardenkender Unternehmer würde in ein Objekt investieren und losbauen ohne das er die behördliche Genehmigung hat.
    Wenn Herrn Dietel die Rote Kuh zu nah an seiner Tankstelle ist, wird das mit dem Plan eines Asylheims auf dem Massagelände, wie es Herr Berger anregte, nicht besser.
    Was bleibt also? Das Kinder gefährdet sind?.Das glaube ich weniger, werden doch viele Kinder zu den aktivitäten schaufiert.- Eher glaube ich das die TLG-Mieter Ihre Felle davon schwimmen sehen.
    Schade, das unsere Unternehmer im TLG so eine ablehnende Haltung haben, gerade Sie sind doch inden nächsten Jahren auf die Zuwander als Lehrling und Arbeitskräfte in Ihren Unternehemen angwiesen.

  2. Haben Kinder oder allgemein Menschen aus anderen Ländern etwa kein Recht auf ein friedliches und gewaltfreies Leben? Dieser Brief ist eine Schande. Die beschriebenen Ängste stehen in keinem Verhältnis zur Realität. Unsere wohlbehütet aufwachsenden Kinder werden keinen Schaden nehmen wenn wir unseren Wohlstand mit Flüchtlingen teilen.
    Arme Gewerbetreibende-Mitgefühl gehört scheinbar nicht zu Ihren Stärken.

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