Leipzig. In der vergangenen Nacht kam es auf richterliche Anordnung unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Leipzig im Bereich der Eisenbahnstraße zu umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, des Polizeiverwaltungsamtes und von Spezialeinheiten durchsuchten Kräfte der Polizeidirektion Leipzig mehrere Objekte.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten laut Polizei neben rund vier Kilo Marihuana weitere Mengen an synthetischen Drogen festgestellt werden. Ein 52-Jähriger (irakisch) wurde zunächst vorläufig festgenommen und im Laufe des Vormittages auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Weiterhin konnten zwei bestehende Haftbefehle, die aber nicht im Zusammenhang mit dem Ausgangsverfahren für die Durchsuchung standen, realisiert werden. Die Haftbefehle richteten sich zum einen gegen einen 22-Jährigen (algerisch), der zur Abschiebung stand, und zum anderen gegen einen 37-Jährigen (tunesisch), der aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.
Im Zuge des Einsatzes wurden bislang neun weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz. Von über 30 Personen wurden Identitäten festgestellt sowie mehr als 20 Platzverweise ausgesprochen.
Die Eisenbahnstraße musste vom späten Sonntagabend bis zum Montagmorgen zwischen Hermann-Liebmann-Straße und Torgauer Platz voll gesperrt werden. Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.












