Rappenbergring in Grimma: Erster Bauabschnitt abgeschlossen

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Foto: Sebastian Bachran/Stadt Grimma

Grimma. Ein wichtiger Meilenstein für die Erneuerung der Infrastruktur im Grimmaer Rappenbergring ist erreicht: Nach rund 16 Monaten Bauzeit ist der erste Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen.

Oberbürgermeister Tino Kießig eröffnete den fertiggestellten Straßenabschnitt am Dienstag, 21. Juli, gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Unternehmen.

Die Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Grimma und der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) begann Ende März 2025. Auf einer Länge von rund 260 Metern wurden sowohl die Trinkwasserleitung als auch der Mischwasserkanal grundlegend erneuert. Die mehr als 50 Jahre alten Graugussleitungen galten als stark verschlissen und hatten in den vergangenen Jahren wiederholt Schäden verursacht.

Straße und Versorgungsleitungen vollständig erneuert

Im Zuge der Arbeiten wurde nicht nur die unterirdische Infrastruktur modernisiert, sondern auch der Straßenabschnitt vollständig ausgebaut. Entstanden sind eine neue Asphaltfahrbahn, eine gepflasterte Mittelentwässerungsrinne sowie gepflasterte Seitenstreifen, die künftig für eine verbesserte Oberflächenentwässerung sorgen.

Während der alte Abwasserkanal weiterhin genutzt und anschließend im Erdreich verpresst wurde, musste die bisherige Trinkwasserleitung aus Platzgründen vollständig entfernt werden. Die neue Leitung wurde in einem sogenannten Stufengraben oberhalb des tiefer liegenden Mischwasserkanals verlegt.

LED-Beleuchtung und neue Versorgungsleitungen

Parallel zu den Straßenbauarbeiten verlegte MITZNETZ neue Erdkabel. Außerdem wurden die Masten der Straßenbeleuchtung erneuert. In den kommenden Wochen erhalten diese neue Ausleger und werden auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet.

Die Planung des Bauvorhabens lag bei der Stadt Grimma. Den Zuschlag für die Bauausführung erhielt nach dem Ausschreibungsverfahren die Baugenossenschaft Grimma, die sämtliche Arbeiten im oberen Drittel des Rappenbergrings übernahm.

Rund 720.000 Euro investiert

Insgesamt wurden rund 720.000 Euro in den ersten Bauabschnitt investiert. Etwa 450.000 Euro entfielen auf die Erneuerung der Trinkwasser- und Mischwasseranlagen durch die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain. Rund 270.000 Euro flossen in den Straßenbau einschließlich der Nebenanlagen. Diese Mittel stammen aus der pauschalen Zuweisung des Freistaates Sachsen für Instandsetzungsmaßnahmen.

„Mein Dank gilt allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld sowie den beteiligten Unternehmen für die gute Zusammenarbeit“, sagte Oberbürgermeister Tino Kießig bei der Freigabe des Straßenabschnitts.

Zweiter Bauabschnitt bereits in Vorbereitung

Die Arbeiten im Rappenbergring sollen in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Der zweite Bauabschnitt ist bereits in Planung und umfasst einen rund 230 Meter langen Abschnitt ab der Kreuzung Oststraße in südlicher Richtung. Die Ausschreibung für den grundhaften Ausbau soll in Kürze veröffentlicht werden. Vor dem Baustart ist eine Anwohnerversammlung vorgesehen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Perspektivisch sollen – abhängig von der Finanzierung – ein dritter und vierter Bauabschnitt folgen. Ziel der Stadt ist es, den gesamten Rappenbergring schrittweise zu modernisieren und damit sowohl die Verkehrs- als auch die Versorgungsinfrastruktur langfristig zukunftssicher aufzustellen.