Döben. Die Wohnzimmerkirche ist ein Gottesdienst für Anfänger – ein Setting, in das man bedenkenlos kommen kann, auch wenn man noch nie in seinem Leben bei einem Gottesdienst war.
Das Prinzip heißt „Kirche im Dialog“: Sitzen miteinander, lauschen, essen, singen und erzählen einander über große Fragen, wie z.B. „Was war das Erste, was du heute Morgen gedacht hast?“, „Welche Figur in der Weihnachtsgeschichte wärest du wohl gewesen?“ oder „Wovon träumst du?“.
Dass der Architekt Steve Collins der Kirche des 21. Jahrhunderts das Leitbild eines Wohnzimmers gibt, erfuhr man erst hinterher – und musste schmunzeln, weil im Grunde alles passt: „In Zukunft sollte die Kirche […] einem Wohnzimmer entsprechen und ein Ort sein, an dem Gott als Gastgeber erfahrbar wird. Statt der Anbetung oder der Unterweisung dient der Raum vor allem der Interaktion.
Statt Kirchenbänken oder schmuckvollen Altarbildern prägen Sessel und Tische, miteinander geteilte Geschichten und Vernetzungsmöglichkeiten den Raum. Der Ort, an dem Menschen als Glaubende zusammenkommen, wird zu einem Ort, an dem sie auch Leben miteinander teilen.“ Ein Vorbereitungsteam stellt den Ablauf zusammen, sucht die Lieder aus. Es gibt keinen Pfarrer im Talar, sondern 1-2 Moderatoren. Es gibt keine Predigt, sondern Gespräche in kleiner Runde über Gott und die Welt mit Hilfe von gezogenen Fragen aus dem Automaten. L
Livemusik zum Mitsingen und Zuhören, eine Tischgemeinschaft mit gemeinsamem Essen und Trinken im umgestalteten Kirchenraum mit Sitzgruppen, Sofas, Kerzen und Lichterketten, bunten Tüchern und vieles mehr. Dabei steht generell die Lust im Fokus Gott und die Welt in die Wohnzimmerkirche zu holen, zu diskutieren und in gemütlicher Atmosphäre inspiriert ins Wochenende zu starten. Nächster Termin: 8.5., 18.30 Uhr.












