Ruf 112: Mutzschener Feuerwehrnachwuchs 28 Stunden im Einsatz

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Auch in diesem Jahr führte die Feuerwehr Mutzschen mit ihrem Nachwuchs wieder einen 24 Stundendienst durch Fotos: Sören Müller

Grimma/Mutzschen. In Mutzschen übernahmen am Wochenende wieder die Nachwuchs-Floriansjünger die örtliche Feuerwache.

Wieder einmal hatten die Kinder- und Jugendwarte der Ortsfeuerwehr Mutzschen und ihre Kinder und Jugendlichen alle Hände voll zu tun. Am Freitag traten 14 Uhr 25 Kinder und Jugendliche ihren Dienst, der bis Samstag 18 Uhr andauern sollte, an. Auf dem Plan standen neben Fahrzeug- und Gerätekunde diverse Einsatzszenarien, die unter Begleitung der Erwachsenen absolviert werden mussten. Von einer Ölspur, über einen Unterstützungseinsatz für den Rettungsdienst bis hin zum Radunfall und Brandeinsatz waren die ausgedachten Einsatzstellen wieder sehr vielfältig gelagert. Natürlich stand der Spaß im Vordergrund, allerdings sollten die Kinder und Jugendlichen ihr Erlerntes auch anwenden.

In Mutzschen unterstützte auch in diesem Jahr wieder die Freiwillige Feuerwehr Hohnstädt mit ihrer Technik und Personal. Die Kinder wurden entsprechend auf die insgesamt zwei Gruppenlöschfahrzeuge, zwei Mannschaftstransportwagen und ein Tanklöschfahrzeug aufgeteilt. Nachdem sich die Nachwuchsbrandschützer mit ihren Fahrzeugen vertraut gemacht hatten, waren schon am Freitag mehrere Einsätze zu absolvieren. Den Auftakt machten gleich mehrere brennende Feuertonnen, die in der Nähe des Gerätehauses abgelöscht werden mussten. Danach folgten eine sogenannte Tiefenrettung aus einem Schacht und parallel eine Ölspur. Kurz vor dem Abendessen war noch einmal Koordinationsgeschick gefragt, denn bei einem Fahrradunfall mussten gleich mehrere Verletzte versorgt werden. Hier wurden die Nachwuchsfeuerwehrleute durch die Motorradstaffel der Malteser unterstützt. Wie legt man einen Verband an, wie beruhigt man Leute in solchen Situationen? All das bewältigten die jungen Brandschützer mit Bravour.

Nach einer Stärkung im Gerätehaus ging es dann auch schon zu den letzten Einsätzen des Tages. In Roda musste ein „illegales Lagerfeuer“ abgelöscht werden, während es in einer Scheune in Wagelwitz zu einer unklaren Rauchentwicklung kam, die sich als defekte Vernebelungsmaschine entpuppte. Der Abend klang dann bei einem wunderschönen Polarlichter-Spektakel gemeinsam am Lagerfeuer mit Knüppelkuchen aus. Geschlafen wurde im Schulungsraum der Feuerwehr.

Samstagmorgen erfolgte der Weckruf per Alarm. Die Brandmeldeanlage in der Mutzschener Schule wurde durch „Putzkräfte“ ausgelöst und musste zurückgestellt werden. Danach erfolgte das gemeinsame Frühstück. Wie auch im echten Leben eines Feuerwehrkameraden müssen diverse Ausbildungsstunden absolviert werden. Erste Hilfe wurde mit zwei Gruppen im Gerätehaus durchgeführt. Hier unterstützten zwei Rettungssanitäter der Malteser die angehenden Brandschützer. Doch es dauerte auch nicht lange, bis wieder der Alarm zum Einsatz schrillte. Am Döllnitzsee mussten zwei Fallschirmspringerinnen aus einem Baum gerettet werden. Beim gemeinsamen Mittag, welches die Traditionsbäckerei Andreas Schneider und sein Team liebevoll vorbereitet hatten, wurde das Erlernte und Erlebte unter den Kids ausgetauscht.

Nach dem Mittagessen ging es wieder parallel weiter. Zum Einen musste der Rettungsdienst per Tragehilfe unterstützt werden und zum Anderen ein Baum von einem Weg entfernt werden. Im Anschluss mussten zwei Personen aus einem Teich gerettet werden. Eine Personensuche in einem Waldstück rundete das Einsatzgeschehen ab. Am Ende musste noch ein Rätsel gelöst werden. Hinweise dafür wurden bei den Einsätzen verteilt, sodass die richtige Zahlenkombination eine Schatztruhe voller Eis öffnete und damit den BF-Tag der Feuerwehr Mutzschen in diesem Jahr ausklingen ließ.

Danksagung: Das Organisationsteam möchte sich recht herzlich bei, den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mutzschen und Hohnstädt, den Maltesern aus Taucha, der Stadtverwaltung Grimma, dem Bauhof Mutzschen, den Bürgerpolizisten des Grimmaer Polizeireviers, der Traditionsbäckerei Andreas Schneider, den Feuerwehrgerätewarten der Stadt Grimma, der Cannewitzer Agrargenossenschaft, das FTZ Trebsen und der NM- Nerchau- Mutzschener Agrar und Service GmbH für die Unterstützung bedanken. Ohne die Genannten wäre das Event nicht möglich gewesen.