Sanierung des Stauwerkes Thümmlitzsee beginnt

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Foto: Stadt Grimma

Grimma/Förstgen. Vor 25 Jahren erhielt der Thümmlitzsee eine neue Talsperre, nachdem der See drei Jahre trocken lag. Im Herbst und Winter 2023 wird das Stauwerk nun auf Herz und Nieren überprüft.

Dafür wird der See etappenweise in Fünf-Zentimeter-Schritten abgelassen. Durch den Ablass, der mit dem Anglerverband Leipzig e.V. als Pächter und der Unteren Wasserbehörde sowie der Naturschutzbehörde abgestimmt ist, verliert der See rund zwei Meter seiner Tiefe. Liegen der Grundablassschieber frei können die Staubretter erneuert werden. Zudem soll die Schieberfunktion auf Probe gestellt werden. An der Staumauer ist der See rund 4,5 Meter tief. Der Anglerverband überwacht das Verhalten der tierischen Bewohner und berät die Gemeinde. Das Ablassen dauert mehrere Wochen. Die Kosten für die Überprüfung der Talsperre und Unterhaltungsmaßnahmen betragen rund 6.000 Euro. Die Kosten trägt die Stadt Grimma. Geplant ist, dass der See Anfang des Jahres 2024 wieder geflutet wird.

Der Stausee wurde im Jahr 1975 im Zuge des Hochwasserschutzes angelegt. Der Bau des Staudamms dauerte rund neun Jahre. Der Thümmlitzsee ist 250 Meter breit und 750 Meter lang. Das Speichervolumen des 3,28 Hektar umfassenden Sees beträgt 220.000 Kubikmeter Wasser. Angestaut wird der acht Kilometer lange Thümmlitzbach. Im Jahr 1999 wurde die aktuelle Stauanlage nach gut einem Jahr Bauzeit für rund 850.000 Mark fertiggestellt. Der Badesee ist natürlicher Lebensraum für Biber, Wasservögel und Fische und wird gern von Tretbootfahrern und Anglern genutzt. Eine große Wiese lädt zum Relaxen ein. Der Campingplatz entstand gleich nach Flutung des Sees und wurde 1993 umfassend modernisiert. Die Gemeinde Grimma ist Eigentümerin des Naherholungsgebietes Thümmlitzsee und dessen Anlagen. Der Ferienpark ist Pächter.