Tourismus in Grimma erholt sich

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Archivbild/Sören Müller

Grimma ist wieder gut gebucht.

Im Jahr 2022 verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Grimma ein Plus von 31,6 Prozent an Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte die Stadtverwaltung Grimma mit. Vergangenes Jahr meldeten demnach die 15 Grimmaer Beherbergungsbetriebe, gemeint sind Hotels und Pensionen mit über zehn Betten sowie Campingplätze, 58.554 Übernachtungen.

Zum Vergleich: Vor der Pandemie, im Jahr 2019, verzeichnete das Statistische Landesamt Sachsen 69.664 Übernachtungen – 19 Prozent mehr als 2022. „Der Tourismus erholt sich von den Corona-bedingten Einbrüchen“, freut sich Oberbürgermeister Matthias Berger. „Das Gastgewerbe ist für Grimma ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. An manchen Wochenenden ist es wirklich schwierig, ein Bett zu bekommen. Vor allem in der Kernstadt ist die Nachfrage nach Gästebetten und Gastronomie tendenziell stark gestiegen. Sorge bereitet mir allerdings der extreme Arbeitskräftemangel. Die Gastronomen und Hotels können sich nicht über zu wenig Gäste beklagen. Sie finden einfach kein Personal.“

Die statistisch erfassten Unterkunftsgeber begrüßten im letzten Jahr 31.437 Übernachtungsgäste in Grimma, die durchschnittlich knapp zwei Tage hierbleiben. Das sind rund 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg im Jahr 2022 mit einem Plus von 55 Prozent stark an. Die Gäste aus dem Ausland buchten demzufolge  insgesamt 8.000 Übernachtungen – ein Anteil von 14 Prozent aller touristischen Übernachtungen in Grimma im Jahr 2022. Statistisch gesehen kommen die Besucher außerhalb Deutschlands aus Irland, Polen und den Niederlanden, gefolgt von Touristen aus Österreich, Dänemark und Tschechien. Die Verweildauer pro Gast lag im Jahr 2022 mit durchschnittlich 1,9 Tagen leicht unter dem Niveau des Jahres 2021 (2,0 Tage). Laut Statistischem Landesamt sind 500 Gästebetten in der Gemeinde gelistet.