Baustart in Grethen: Staatsstraßenausbau begonnen!

0
4413
Baustart in Grethen Foto: Sören Müller

Grethen. Im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Leipzig, sind im Rahmen des Vorhabens „S 38, Ausbau in Grethen“ umfangreiche Ausbauarbeiten in der Ortslage Grethen geplant.

Als Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Parthenstein, dem Landkreis Leipzig, dem Abwasserzweckverband für die Reinhaltung der Parthe (AZV) und mehreren Versorgern umfasst das Vorhaben den grundhaften Ausbau der S 38/Leipziger Straße und Grimmaer Straße auf einer Länge von rund 900 Metern einschließlich der Einmündung der K 8353. Weiterhin sind der Ausbau der Kreuzung S 38/S 45/S 47 sowie der Ausbau der S 47/Beiersdorfer Straße auf einer Länge von rund 340 Metern vorgesehen. Dazu gehört auch der Neubau einer Brücke über den Gladegraben.

Mit dem Ausbauvorhaben wird den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen an die Staatsstraßen S 38 und S 47 entsprochen. Gleichzeitig werden Mängel an den vorhandenen Fahrbahnen und Gehwegen beseitigt. Die Verkehrssicherheit wird mit der Umsetzung des Bauvorhabens für alle Straßennutzer wesentlich erhöht. Die Fahrbahn der S 38 wird in einer Breite von 6,50 Metern hergestellt, die beidseitigen Gehwege erhalten eine Breite von 1,50 Metern. Bestandteil des teilweise in der Wasserschutzzone befindlichen Bauvorhabens ist auch die Erneuerung der Straßenentwässerungsanlage und in Abstimmung mit dem Abwasserzweckverband für die Reinhaltung der Parthe (AZV) die Errichtung einer Regenrückhalteanlage.

Beginn mit Regenrückhalteanlage am Wiesenweg
Als erste Bauleistung des Gesamtprojektes ist die Errichtung einer Regenrückhalteanlage vorgesehen. Der Neubau als Bestandteil der Regenwasseranlage Grethen Nord wird nördlich der Parthe im Zuge der kommunalen Straße Wiesenweg entstehen. Die Realisierung dieses ersten Bauloses ist im Zeitraum von Juni bis zum Jahresende 2023 geplant. Im Zusammenhang mit der Errichtung mehrerer Stahlbetonbauwerke – Absetzbecken, Rückhalteraum, Auslauf- und Drosselbauwerk – und eines Regenwasserkanals zum Vorfluter Parthe ist eine Vollsperrung des westlichen Wiesenweges im Bauzeitraum nicht vermeidbar. Die Wohngrundstücke werden rückwärtig über eine temporäre Zufahrt mit Anbindung an die S 45/Steinberger Straße zu erreichen sein. Nach Fertigstellung der Regenrückhalteanlage werden die kommunalen Verkehrsflächen im Wiesenweg wiederhergestellt.

Fotos: Sören Müller

Ausblick auf die kommenden Jahre
In den Jahren 2024 bis voraussichtlich 2026 werden die weiteren Baulose sowie Neubau- und Umverlegungsmaßnahmen durch Versorgungsunternehmen umgesetzt, zudem wird eine neue Straßenbeleuchtungsanlage durch die Gemeinde Parthenstein errichtet. Die Hauptbauleistungen werden voraussichtlich mit dem Ausbau der S 38/Leipziger Straße an die diesjährigen Arbeiten anschließen. Es sollen der Ausbau der S 38/Grimmaer Straße sowie der Neubau der Brücke im Zuge der S 47 über den Gladegraben folgen. Abschließend sind die Arbeiten an der Kreuzung S 38/S 45/S 47 und an der S 47/Beiersdorfer Straße geplant. Der Umfang der baulichen Maßnahmen erfordert dabei jeweils eine Vollsperrung des auszubauenden Streckenabschnittes. Die Umleitungsführung wird im Vorfeld der öffentlichen Ausschreibung der jeweiligen Bauleistungen mit den zuständigen Behörden und der Gemeinde Parthenstein abgestimmt. Als Umleitungsstrecken sind dabei, je nach Bauabschnitt, die B 107a, die S 11, S 45 und S 49 sowie die K 8353 und K 8363 in Betracht zu ziehen. Rechtzeitig wird zu Verkehrseinschränkungen im Zusammenhang mit den Ausbaumaßnahmen informiert.

Die zu erwartenden Gesamtkosten für das Straßenbauvorhaben liegen nach derzeitigem Stand bei rund sechs Millionen Euro. Kostenträger sind der Freistaat Sachsen, die Gemeinde Parthenstein und der Landkreis Leipzig, zudem sind verschiedene Versorgungsunternehmen an den Kosten für Umverlegungsmaßnahmen beteiligt. „Wir bitten bereits jetzt alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer in der Region sich auf die zukünftigen Bautätigkeiten einzustellen und danken im Voraus für das Verständnis für die kommenden längerfristigen Einschränkungen.“