NATO-Luftstreitkräfte: Großübung auch über Sachsen

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Nato-Großübung im Juni. Foto: Symbolbild/pixabay

Sachsen. Über Sachsen kann es im Juni über den Köpfen der Sachsen ziemlich laut werden. Das ist der Grund:

Wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage informiert, soll im Juni diesen Jahres die größte Verlegeübung (Air Defender 23) von Luftstreitkräften seit Bestehen der NATO über Europa stattfinden. Sie soll  Solidarität im Bündnis und transatlantische Verbundenheit demonstrieren. Vom 12. bis 24. Juni trainieren demnach bis zu 10.000 Übungsteilnehmer aus 24 Nationen mit 220 Luftfahrzeugen unter der Führung der Luftwaffe Luftoperationen im europäischen Luftraum.

Das Szenario sei einem Artikel-5-Beistandsszenario nachempfunden. Die 24 Partner üben die gemeinsame Reaktionsfähigkeit ihrer Luftstreitkräfte bei einer Krisensituation. Deutschland übernehme die Rolle eines Verteidigungsknotenpunkts innerhalb Europas. Teilnehmen werden Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA und das Vereinigte Königreich.

Die teilnehmenden Nationen werden demnach hauptsächlich Einsätze von den Standorten Jagel/Hohn in Schleswig-Holstein, Wunstorf in Niedersachsen, Lechfeld in Bayern, Spangdahlem in Rheinland-Pfalz, Volkel in den Niederlanden und Čáslav in der Tschechischen Republik starten. Die drei Hauptdrehkreuze während Air Defender 23 sind Schleswig/Hohn, Wunstorf und Lechfeld. Die Übungen werden laut Bundeswehr hauptsächlich in drei Flugkorridoren über Deutschland durchgeführt. Darunter eben auch Sachsen.

Der Übungsluftraum im Luftraum-Ost befindet sich von der Ostsee bis nach Sachsen. Hier werde hauptsächlich der Luftwaffenstützpunkt Laage genutzt. Wann sind die Übungen? Die jeweiligen Lufträume sollen laut einem Bundeswehrsprecher gegenüber dem ZDF immer nur für jeweils zwei Stunden aktiviert werden, nie den ganzen Tag: Luftraum Ost: 11 – 13 Uhr, Nachts und am Wochenende soll es demnach keine Übungen geben.  Die Luftwaffe will die Belastung durch Fluglärm so gering wie möglich halten, beispielsweise durch die Nutzung von Luftraumkorridoren über dünn besiedelten Gebieten. Auch werden laut Bundeswehr die Übungsgebiete „weiträumig verteilt und zeitlich gestaffelt, um punktuelle Belastungen auszuschließen.