Rückblick der Interims-Trainer der Grimmaer Volleyball-Bundesligistinnen

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Kristin Stöckmann, Stefanie Diestel (Vize-Präsidentin des VVG) und Sandra Seyfferth führten die 2.Bundesliga-Volleyballerinnen aus Grimma durch die Rückrunde der abgelaufenen Saison. Foto: Memofotografie

Grimma. Kurzinterview „Saison-Rückblick“ mit den Interims-Trainerteam Kristin Stöckmann und Sandra Seyfferth

In den letzten 6 Monaten ist im Grimmaer Volleyballverein sehr viel passiert, Ihr habt in einer „Übernacht-Aktion“ die sportliche Leitung des Bundesliga-Teams übernommen, wie blickt ihr auf dieses halbe Jahr zurück?
Stöcki: „Es war auf jeden Fall eine sehr spannende Zeit aber auch eine wichtige Erfahrung. Es kam ja alles sehr spontan und wir hatten nicht wirklich Zeit, alles in Ruhe zu durchdenken. Aufgrund der Brisanz der Situation musste eine schnelle Entscheidung her. Wir hatten von Anfang viel Unterstützung vom Verein, dem Teammanager und dem Athletik-Coach. Die Arbeit mit den Mädels hat sehr viel Spaß gemacht, war aber auch sehr herausfordernd. Gefühlt erreichten uns wöchentlich neue Hürden und Herausforderungen, haben sie aber denke ich, ganz gut gemeistert.“

Sandra: „Es war auf jeden Fall eine intensive und aufregende Zeit, die mit ihren Höhen und Tiefen großen Spaß gemacht hat. Für mich war es besonders spannend das Feld von der Trainerbank zu begleiten, da ich in dem Bereich Hallenvolleyball noch nicht so viel Trainererfahrung habe.“

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Zum Saisonende stand das Grimmaer Team auf dem fünfter Platz der Abschlusstabelle, wäre da nicht mehr drin gewesen, woran hat es gelegen?
Stöcki: „Sicherlich kann man am Ende einer Saison immer den Blick nach oben richten und sollte es auch sportlich gesehen tun. Jedoch war die Saison 2021/2022 eine Saison, wie sie so in der Form noch keiner erlebt hat. Angefangen bei dem Trainerwechsel, fortführend mit
Corona-Herausforderungen und nicht zu vergessen den Ausfällen von wichtigen Schlüsselspielerinnen. Von daher kann man mit dem 5. Platz sehr zufrieden sein und die Mädels haben teilweise im Grenzbereich ihrer Belastungsmöglichkeiten gearbeitet. Man sollte nicht vergessen, dass alle Spielerinnen ein Studium, eine Ausbildung, Schule oder berufliche Verpflichtungen nebenbei stemmen und lösen müssen.“

Sandra: „Dem kann ich mich nur anschließen. Auch für die Mädels war es eine herausfordernde Saison in mehreren Bereichen und somit ist der Platz fünf in der Abschlusstabelle sicherlich in Ordnung.“

Die Grimmaer Volleys befinden sich in der Sommerpause, hinter den Kulissen wird fleißig gearbeitet, die neue Saison vorbereitet, wie konntet Ihr eigentlich Euer Berufsleben (beide Lehrerinnen), Privatleben und das Traineramt unter einen Hut bringen?
Stöcki: „Es war phasenweise schon sehr grenzwertig, muss ich zugeben. Zeit für mich oder freie Zeit, gab es in dieser Phase nicht wirklich. Ein Bundesligateam zu trainieren macht man nicht so eben nebenbei. Neben der Präsenz im Training und im Wettkampf gehört viel Zeit in die Vorbereitung, Nachbereitung und Auswertung und vor allem die Spielvorbereitung. Ich war froh, Sandra an meiner Seite zu gehabt zu haben, so dass Sie mir einiges abnehmen konnte.“

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Sandra: „Es war sicherlich nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen aber ich denke, es hat doch in den meisten Fällen gut funktioniert und natürlich haben wir auch davon profitiert, dass wir zu zweit waren.“

Wie geht’s für das Duo Stöckmann/Seyfferth in der neuen Saison weiter?
Stöcki: „Bereits in der aktuellen Saison hatte ich wieder begonnen den Nachwuchs in Grimma zu unterstützen und zu strukturieren. Diese Aufgabe möchte ich weiter ausbauen, denn ich sehe nach wie vor in Grimma sehr viel Potenzial in der Nachwuchsförderung. Momentan steht also die Planung der neuen Saison für den Nachwuchs auf der Agenda und die Vorbereitung des Sommercamps, was wir in diesem Jahr endlich wieder durchführen können. (15.8. – 19.8.2022) Ob ich in der kommenden Saison eine eigene Nachwuchsmannschaft übernehmen werde, bleibt noch offen. Wir suchen weiterhin Trainerinnen und Trainer, die sich im Volleyball in Grimma engagieren wollen.“

Sandra: „Ich werde auf jeden Fall weiterhin eine der Nachwuchsmannschaften trainieren beziehungsweise die Nachwuchsarbeit in Grimma unterstützen. Aber jetzt steht erstmal etwas Urlaub und Erholung auf der Agenda.“

Auf diesem Wege noch mal ein riesiges Dankeschön im Namen der Grimmaer Volleyballfamilie, das Ihr im Januar ohne großes Zögern, das Traineramt übernommen habt und die Mannschaft bis zum Saisonende geführt habt! Alles Gute für die weiteren Aufgaben!
Interview & Foto: Memofotografie

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