VVG bekommt in zwei Sätzen die Grenzen aufgezeigt, steigert sich, geht jedoch leer aus

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Foto: MEMOFOTOGRAFIE

Grimma. Vor einer stattlichen Kulisse gelang es dem VVG am Sonnabend nicht, den Gästen aus dem Oberrheintal Paroli zu bieten.

Der Beginn des ersten Sets ist beidseitig von zahlreichen Fehlern geprägt und nach der 1. Technischen Auszeit warten Ulrike Schemel und Julia Eckelmann mit einem rassigen Doppelblock auf, der von Offenburgs Kapitän Ricarda Zorn mit einem einhändigen Lupfer beantwortet wird. Von nun an nutzen die Gäste die Lücken gnadenlos aus, gute Grimmaer Aktionen, wie beispielswiese Angriffspunkte durch Anika Boin, sind zu selten und der VVG kann zumeist nur Schadensbegrenzung betreiben. Der Annahmeriegel sowie die Feldabwehr sind zwar bemüht, aber überfordert. Schön anzusehen der Spielzug über Emily Langguth und Julia Eckelmann, der von Diana Ceschia aus dem Nichts auftauchend abgeschlossen wird. Trotz des hohen Rückstands – nun mit Celina Schnobl und Kristin Stöckmann auf dem Feld – wird gekämpft, doch Grimma gelingt es nicht, den nötigen Druck aufzubauen – 13:25.

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Auch im zweiten Durchgang übernimmt der Kontrahent aus dem Badischen sofort das Zepter, Sandra Peter ist jetzt im Spiel, aber auch sie kann nicht verhindern, dass Offenburg die Bälle aus allen möglichen und unmöglichen Lagen holt. Selbst schwierig zu behandelnde Bälle werden noch in Punkte umsetzt, die Angriffsbemühungen der Gastgeber werden gekonnt geblockt und die rassig abgewehrten Bälle von Maria Eckelmann – die zur besten Spielerin gekürt werden wird – bleiben mehrfach unbelohnt und ihrer Schwester gelingt es aufgrund des Offenburger Drucks nicht, die Offensivabteilung des VVG gekonnt einzusetzen. Die eingewechselte Lisa Erdtmann fügt sich zumindest mit einem Aufschlagpunkt ein, doch auch in Satz 2 sind erfolgreiche Aktionen zu selten, um etwas reißen zu können – 16:25.

Im dritten Satz kann der VVG plötzlich mithalten und vermag sich nach der 1. TA abzusetzen (Block Sandra Peter). Offenburg ist offensichtlich zu siegessicher und es unterlaufen leichte Fehler, die Muldestädterinnen stabilisieren sich hingegen zusehends, der Block zeigt Wirkung und die Annahme wird sicherer. Beidseitig entwickelt sich ein kampfbetontes Spiel und u.a. durch eine Aufschlagserie Kristin Schröders geht dieser Spielabschnitt verdient an den VVG – 25:20.

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Eine Pattsituation herrscht im ersten Drittel von Satz 4, dann schalten die Gäste wieder einen Gang höher und die beiden Auszeiten Jorge Munaris bewirken wenig. Doch es entwickelt sich ein großer Kampf auf beiden Seiten und nach einem Blockpunkt Ulrike Schemels bittet der Offenburger Coach plötzlich zum Timeout, doch die Butter vom Brot nehmen lässt sich der neue Tabellenführer nicht mehr – 19:25.

Offenburgs Trainer Florian Völker lobte da phantastische Publikum und verwies darauf, dass sich der VVG ab Satz 3 enorm gesteigert hätte. Jorge Munari hat indes den neuen Meisterschaftsfavoriten ausgemacht. Positiv zu vermerken war, dass der VVG die Wette gegen Sponsor LVZ Post gewonnen hat und die angestrebte 500er Marke der anwesenden Zuschauer knapp übertroffen wurden.

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VV Grimma mit Erdtmann, Schemel, Stöckmann, Boin, Ceschia, Langguth, Schnobl, M. Eckelmann, Königsheim, Schröder, J. Eckelmann, Peter.

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