Großeinsatz in Grimma? Was war auf dem Markt los?

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Fackelübergabe in Grimma Foto: DRK Muldental

Grimma/Wurzen/Colditz. Ein Großaufgebot von Einsatztechnik und ehrenamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes in Muldental versammelte sich am Abend des 1. April auf dem historischen Marktplatz von Grimma.Das war der Grund!

Grund dafür war zum Glück kein Einsatz, sondern vielmehr bildete dieses Aufgebot den würdigen Empfang der Fiaccolata. Der Fackelzug des „Lichts der Hoffnung und Menschlichkeit“, die auf dem Weg von Genf nach Solferino das Muldental passierte. Gesäumt von einer Vielzahl von Kameradinnen und Kameraden aus den Bereitschaften und den zwei Wasserwachten übernahm Kreisbereitschaftsleiter René Bitterlich 17 Uhr die Fackel von Leonie Mehlhorn von den Freiwilligendiensten des DRK Sachsen, die aus Leipzig angereiste. Der Grimmaer Marktplatz war bewusst als Ort der Übernahme gewählt, denn die Kameradinnen und Kameraden wollten an die zwei verheerten Flutkatastrophen erinnern, die Grimma heimsuchten. Sie alle setzten ein Zeichen dafür, dass sie für die Region da sind, wenn Hilfe dringend gebraucht wird. Getreu der Idee Henry Dunants – „Helfen, ohne zu fragen wem!“

Fackelübergabe in Wurzen Foto: DRK Muldental

Nach diesem großen Empfang durch unser heutiges aktives Ehrenamt, zog die Fackel am Morgen des 2. April an die Krietschtürme in Wurzen, die Wiege des DRK Kreisverbandes Muldental, weiter. In den damaligen Krietschwerken fand im Jahr 1952 die Gründungssitzung der ersten Sanitätsbereitschaften in Wurzen statt, der Beginn des DRK im Muldental. Kein Ort also besser geeignet als dieser für ein Aufeinandertreffen des Ehrenamtes „von damals“ und des Ehrenamtes „von morgen“. Als Hommage an die Historie und mit Blick auf die Zukunft trafen sich das Jugendrotkreuz Muldental und der DRK Ortsverein Trebsen für ein gemeinsames Foto mit Vorstand Bettina Belkner, Präsident Ronny Fischer und dem Rotkreuz-Beauftragten Matthias Weinert. Sie alle vereint der Rotkreuz-Gedanke unter dem „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“. Danach wurde die Fackel weitergegeben an den DRK Kreisverband Geithain in die sorgsamen Hände des Projektes „Freikubi“. Das digitale Tagebuch der Fiaccolata 2022 finden Sie unter https://www.drk.de/das-drk/fiaccolata2022/

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Fackelübergabe in Colditz Foto: DRK Muldental

Hintergrund: Der Fackellauf nach Solferino
Seit 1992 erinnern tausende Menschen aus der ganzen Welt alljährlich am 24. Juni bei einem Fackelzug (italienisch = Fiaccolata) des Italienischen Roten Kreuzes von Solferino nach Castiglione delle Stiviere an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Da nicht alle Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler an der Fiaccolata – insbesondere aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie – teilnehmen können, hat das Deutsche Rote Kreuz den Fackellauf nach Solferino initiiert.

Nach der Art eines Staffellaufs soll das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ von Rotkreuzgliederung zu Rotkreuzgliederung weitergereicht werden. Am 16. Februar sich die Fackel vom Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin-Lichterfelde auf den Weg gemacht und erreicht am 24. Juni Solferino in Norditalien. Vom 1. bis 8. April reist sie dabei quer durch Sachsen. Mehr dazu unter https://www.drk.de/das-drk/geschichte/das-drk-von-den-anfaengen-bis-heute/?page=2282-1994

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