Notrufmissbrauch in Grimma

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Feuerwehrkameraden eilten in die Wielandstraße um den vermeintlichen Brand zu löschen. Fotos: Sören Müller

Grimma. Gegen 12:30 Uhr wurden Kameraden aus Hohnstädt und Grimma, sowie Polizei und Rettungsdienst am Dienstag zu einem vermeidlichen Gebäudebrand in die Wielandstraße gerufen.

Als die Feuerwehrkameraden an der gemeldeten Adresse eintrafen, konnte weder Rauch noch ein Brand festgestellt werden. Im Gespräch mit den völlig überraschten Bewohnern stellte sich heraus, dass niemand die Feuerwehr gerufen hätte.

Würde in dieser Zeit ein tatsächlicher Brand ausbrechen, wären die Kräfte schon gebunden. Andere Feuerwehren müssten mit größerem Anfahrtsweg einspringen. Unter Umständen ein Zeitverlust der Menschenleben kosten könnte.

Polizeibeamte und die Rettungsleitstelle recherchierten den Notruf nach. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, sei der Notruf aus einer Telefonzelle auf dem Leipziger Platz abgegeben worden. Ein Versehen? Wohl kaum! Die Telefonzelle befindet sich gut zweieinhalb Kilometer entfernt. „Wir ermittelt nun wegen des Verdachts des Notrufmissbrauchs.„, so eine Polizeisprecherin. Mögliche Zeugen können sich zum Sachverhalt im Polizeirevier Grimma melden.

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