Zu Gast bei Freunden

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Grimma/Brandenburg an der Havel. Tiefe Freundschaften entstehen durch Gegenseitigkeit und die Pflege einer Freundschaft muss beidseitig erfolgen. Zwischen den Freiwilligen Feuerwehren aus Brandenburg und Grimma besteht dieses Verhältnis seit 15 Jahren.

Am Samstag wurde in Brandenburg an der Havel das 100 Jährige Bestehen der Berufsfeuerwehr und das 145-Jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem zünftigen Fest gefeiert.

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Natürlich durften auch die Freunde aus Grimma nicht fehlen, die zahlreich der Einladung gefolgt waren.

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Die gemeinsame Leidenschaft anderen zu helfen verbindet die beiden Wehren seit 2002. Damals waren die Brandenburger zum Hochwassereinsatz nach Grimma gekommen und seit dem riss der Kontakt nie wieder ab. Mehrfach pro Jahr treffen sich die Wehren entweder in Grimma oder in Brandenburg. Ein reger Austausch findet zum Beispiel unter den beiden Jugendfeuerwehren statt, so sind die Brandenburger jedes Jahr zum Berufsfeuerwehrtag in der Muldestadt und zu Weihnachten sind die Grimmaer meist zum Weihnachtsbowling in der Havelstadt.

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Die Festveranstaltung im Stahlpalast begann mit einer Trauerminute für die tödlich verunglückten beiden Kameraden, die am 05.09.2017 auf der A2, nicht unweit der Havelstadt, im Einsatz ums Leben kamen.

Daniel Bucko, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr: „Geht ein Notruf ein, gilt es Hilfe zu entsenden, egal ob die Helfer beruflich oder ehrenamtlich tätig sind. Im Einsatz müssen alle das Gleiche leisten“.
Im Zuge der sich stetig ändernden Einsatzaufgaben der Feuerwehren, so nehmen z.B. die Zahl der Tragehilfen oder Ölspurbeseitigungen immer weiter zu, man rücke aus um Tiere mit dem Verdacht auf Vogelgrippe einzusammeln oder leiste Unterstützungen bei Anti-Terro-Einsätzen, forderte Bucko auch Unterstützungen aus dem politischen Raum ein. Kein unbekanntes Thema auch in Grimma. Auch dort rücken die Wehren immer öfter zu technischen Hilfeleistungen aus.

Michael Grimm, Wehrleiter der Grimmaer Feuerwehr überbrachte gemeinsam mit einer Delegation und Feuerwehrmann Sam Glückwünsche und tiefe Dankbarkeit für diese gute Beziehung der beiden Wehren. „Das ist heutzutage eine unglaubliche Unterstützung und wir sind froh, stolz und dankbar über diese bestehende Freundschaft“.

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Für die Grimmaer ging es bereits im Vorfeld der Veranstaltung am Samstag zu einer Stadtrundfahrt mit einer historischen Straßenbahn, die die Kameraden aus Brandenburg organisiert haben. Der Abend wurde dann gemeinsam bei Livemusik der Band „Empire“, einem zünftigen Buffet und vielen interessanten Gesprächen gefeiert.

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Am Sonntag ging es für die Grimmaer Kameraden nach einer Besichtigung der Brandenburger Feuer- und Rettungswache noch nach Kloster Lehnin um Blumen am Gerätehaus der verstorbenen Kameraden zu hinterlegen und ihnen zu gedenken. „Für uns eine Selbstverständlichkeit und Ehrensache“. Auch die Grimmaer erleben im Einsatzalltag immer wieder brenzlige Situationen auf der Autobahn und waren sichtlich mitgenommen von der Meldung.

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