SEK-Beamter muss sich für Rabenbanner verantworten

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Foto: Sören Müller

Dresden/Wurzen. Im Rahmen der Antifa-Demo am vergangenen Wochenende kam auch das SEK Sachsen zum Einsatz. Einer von ihnen muss sich nun für einen Aufnäher verantworten, den er an seiner Einsatzkleidung hatte.

Besonders brisant erscheint dabei ein angeblicher Zusammenhang zur Neonaziszene auch wenn das Motiv derzeit als Flagge bei einem Wurzener Versandhandel, der der rechten Szene zugeordnet wird, erhältlich ist. Das Rabenbanner selbst stammt aus der Zeit der Wikinger und wird auch bei Fans dieser Szene noch heute benutzt. Dass die Rechte Szene sich immer wieder in der Symbolik der Nordeuropäischen Kultur und deren Götter bedient ist grundsätzlich nichts Neues. Nicht jedes von Neonazis getragene oder übernommene Symbol ist aber auch verboten.

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Im Dienst hat das aber bei einem Polizisten nichts zu suchen„, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Aufnäher sei kein Bestandteil der Ausrüstung. Das Tragen privater Abzeichen und Symbole ist bei der sächsischen Polizei verboten. Man prüfe daher disziplinarrechtliche Schritte. Laut einer ersten Überprüfung sei der Polizist kein Sympathisant der rechten Szene, trotzdem nehme man den Vorfall im Landeskriminalamt sehr ernst.

 

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