Ohne Tor kein Sieg

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Foto: Andre Mühle

Das war es, dass erste Damen–Classico zwischen dem MFBC und dem UHC Sparkasse Weißenfels in der Saison 2021/2022. Ein erstes Kräftemessen in dieser Saison der Dauerfinalisten um die deutsche Meisterschaft.

Beide Teams starteten konzentriert und mit einer ordentlichen defensiven Leistung. Das Abtasten dauerte auch über die gesamten ersten zwanzig Minuten, da beide Teams keine Fehler machen und dem Gegenüber keine Möglichkeit bieten wollten, den Ball doch zu netzen. Zwangsläufig endete das erste Drittel mit einem gerechten 0:0. Auch im zweiten Drittel war Konzentration angesagt. Die Wikingerinnen hielten den Ball in den eigenen Reihen und versuchten zu Abschüssen zu kommen. Die Gäste standen tief in der Verteidigung und konnten diese Angriffe abwehren. Zwei individuelle Fehler in der 41. und 43. Minute nutzten dann die Gäste zu ihren beiden Treffern. Mit dem Fortdauer des Spieles schlichen sich immer wieder individuelle Fehler in das Spiel der MFBC-Damen ein. Deshalb war es für den UHC leicht, ihre Konter zu fahren und mit ihren wenigen Abschlüssen erfolgreich zu sein.

Vier Abschüssen, zwei Treffer – eine sehr gute Quote. Gerade in der Abschusspräzision mangelte es den Hausherrinnen. Die vielen Abschüsse waren unkonzentriert und zu oft am Tor vorbei oder über das Gehäuse. Zu Mindestens sollte man schon den Kasten mal treffen, um eine Chance auf ein Tor bzw. auf einen zweite Chance auf einen abgeprallten Ball zu haben. Ohne Tor kann man natürlich nicht gewinnen, kritisierte am Ende auch Assistenztrainerin Alexandra Nickel. Gute Möglichkeiten verpufften so ungenutzt. Dieses Manko zog sich immer mehr durch das Spiel des MFBC. Am kämpferischen Einsatz hat es nicht gemangelt, konnte das Trainerteam auch konstatieren. Zumal auch Unterzahlsituationen durch Zeitstrafen wegen Stockschlagens durch die Damen um Headcoach Erik Schuschwary sehr gut verteidigt wurden, so dass es dem UHC nicht gelang hieraus Vorteile zu ziehen. Ein eigenes Überzahlspiel am Ende des Schlussdrittels konnten man allerdings ebenso wenig nutzen. Das war in der Vergangenheit schon mal besser gespielt wurden. So blieb es bei einer schmalen 0:3 Niederlage.

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Nun sind laut Schuschwary drei Gegentore im Floorball nichts, allerdings nur dann, wenn man seine Chancen nutzt und mindestens vier eigene Treffer auf der Habenseite hat. So steht am Ende des Spieltages eine bittere 0:3 Heimniederlage und führt zu dem Novum, erstmals in der Bundesliga keinen Treffer erzielt zu haben. Das geht besser! Das wird besser werden! Dazu muss neben der Chancenverwertung auch am Aufbauspiel gearbeitet werden. Die Auslösung muss schneller und konzentrierter erfolgen. Oftmals trafen die Spielerinnen im Aufbau falsche Entscheidungen oder spielten die Pässe so ungenau, dass der Adressat diese weder oder verwerten konnte. Solche Fehler führten dann auch zu Kontern, die von Weißenfels klassisch und schnell vorgetragen wurden, so dass die sogenannten Restverteidigung diese Angriffe nur unter Schwierigkeiten abwehren konnte. Auch die Entscheidungsfindung eine Pass zu spielen oder den Schuss zu wagen bzw. zu entscheiden, ob ich die Seite verlagere und dann dieser Pass auch erfolgreich sein kann, muss verbessert werden. Viel Arbeit für das Trainerteam in den nächsten Tagen, denn am 09. Oktober wartet der Meisterschaftsfavorit aus Dümpten auf die Wikingerinnen. Es ist ein Heimspiel in der Sporthalle am Rabet an, das einen weiteren Ausblick auf den Gang dieser Saison geben wird. Für die Wikingerinnen wäre es wichtig, die Punkte zu Hause zu behalten.

Floorball, Bundesliga, Damen
MFBC Leipzig/Grimma – UHC Sparkasse Weißenfels 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

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