Gelungener Start nach der Pandemiepause

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Foto: Antje Blümel (Pixbo)

Grimma/Leipzig. Ein Jahr ohne Wettkampf liegt hinter den Floorball – MFBC-Damen. Endlich startet sie, die neue Saison mit erneut 7 Teams. Alles beim Alten? Am Ende stehen wie immer die Gleichen im Finale um die deutsche Meisterschaft? Es wird sich aber einiges ändern, nicht hinsichtlich des Spielmodus allerdings wie sich die Bundeligisten nach einem Jahr Pause personell präsentieren.

Der große Titelfavorit dürften diese Saison die Dümptener Füchse sein. Diese waren bereits in den letzten Saisons immer näher an die beiden deutschen Topmannschaften herangerückt. Mit den Nationalspielerinnen Theresa Beppler-Alt und Janika Willingmann haben sich die Füchse nochmals verstärkt. Das Team um die Topscorerin Lena Best dürfte damit die den Schlüssel für den erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft gefunden haben. Auch der Dauerdritte aus Hamburg hat sich personell verstärken können. Mit den (ehemaligen) Nationalspielerinnen Nike Bartz, Julia Diesener, Randi Kleerbaum und Frederike Strahl haben die Nordlichter auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Das macht die Piranhas zu den Hauptkonkurrenten der Füchse um den deutschen Titel. Weißenfels hat dagegen hochkarätige Abgänge wie Indra Reck, Laura Hönicke, Katja Leonhardt sowie Lena Voigt zu verkraften. Die Wikingerinnen selbst müssen in dieser Saison auf Ex-Nationalspielerin und Toregaranten Anne Marie Mietz verzichten, die nach ihrer schweren Knieverletzung und dem Comeback in der vorigen Saison eine Pause einlegt. Das schwächt das Angriffsspiel des MFBC erheblich. Auch der letztjährige Neuzugang Johanne Busse muss in dieser Saison passen. Busse erwartet ein Baby, so dass es mit dem eigentlichen Debüt im Grimmaer Trikot in dieser Saison nichts wird. Auf der Torhüterposition hat Ex-Nationalspielerin Jean Fischer den Helm an den Nagel gehängt. Dafür hat Head-Coach Erik Schuschwary die ehemalige Torhüterin und jetzige Co- Trainerin Alexandra Nickel als dritte Torfrau aktiviert. Sie soll als Backup für Justine Werner und Greta Wagner mit auf der Bank sitzen können. Das ist die Ausgangssituation für die Saison 2021/2022.

Foto: Antje Blümel (Pixbo)

Aber vielleicht können die anderen Teams aus Weißenfels, München und Bonn überraschen. Die Wikingerinnen konnte einen ruhigen Anlauf nehmen, da die Sterne aus München in Sachsen gastierten. Das Spiel war zunächst von großer Nervosität geprägt. Trotzdem konnten die MFBC-Damen im ersten Drittel eine klare 3:0 Führung herausspielen. Die Münchnerinnen zeigten sich zu der letzten und vorletzten Saison erheblich verbessert. Sie standen defensiv gut und konnten immer wieder Nadelstiche nach vorn setzen. Trotzdem war es für den Trainerstab um Schuschwary wichtig, das erste Spiel ohne Gegentor zu beenden. Das gelang am Ende, auch wenn sich die Gäste einen Ehrentreffer verdient hätten. Für das Heimteam war es weiterhin wichtig zu sehen, wie sich der hochgezogene Nachwuchs in der Bundeliga schlägt. Hier konnte man feststellen, dass sich insbesondere Pauline Könze und Lucy Sandner, die bereits in der letzten Saison bei den Damen Staub wischen konnten, ganz gut einbringen konnten. Hier kann man sicherlich mehr erwarten. Daneben dürfte es wichtig sein, wie sich die Topleute um Nationalspielerinnen Alexandra Kürth, Hanna Götze, Natalie Berger, Tiffany Küttner und Kapitänin Charlotte Rüssel oder Jasmin Maudrich zeigen. Auf der Torhüter-Position ist man dagegen nicht schlechter aufgestellt als die Konkurrenz. Der erste Gradmesser für den derzeitigen Leistungsstand ist am kommenden Samstag der UHC Sparkasse Weißenfels, der in der Leipziger Brüderstraße zu einem Doppelspieltag der Bundesliga mit dem MFBC-Herrenteam gastiert. Hier wird man sehen, wie beide nach ihren siegreichen Spielen gegen München in die Saison starten werden. In einem Vorbereitungsspiel kurz vor Beginn der Saison konnte der MFBC den UHC in dessen Halle knapp bezwingen. Und die Ziel für diese Saison? Es sind die üblichen Ziele, wie das Erreichen der Playoffs um die Meisterschaft und die Teilnahme an der Pokalendrunde Final4 in der Berliner Max-Schmeling-Halle im März 2022.

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Foto: Antje Blümel (Pixbo)

MFBC Leipzig/Grimma: (Tore/Vorlage/Strafminuten)
Jasmin Maudrich (1/1/-), Alexandra Kürth (1/1/-), Kim Käseberg (-/-/2), Annina Madelena Missikewitsch (1/-/-), Hannah Götze (1/-/-), Virginia Kunkel ((1/-/-), [C] Charlotte Rüssel, Lisa Raunest, Nathalie Berger (-/1/-), Annalena Daum, Sarah Hecht, Lucy Sandner (-/1/-), Yvonne Rädler (-/1/-), Lydia-Sophie Curth, Lisabeth Klaus, Wiebke Richter, Luisa Heuschkel, Elena Böttrich (1/-/2), Pauline Könze, [T] Justine Werner

MFBC Leipzig/Grimma – SG Stern München/ Sportfreunde Puchheim 6:0 (3:0, 2:0, 1:0)

Nächster Termin in der 1. FBL Damen:
25.09.2021 15.30 Uhr Sporthalle Brüderstraße, Leipzig
MFBC Leipzig/ Grimma – UHC Sparkasse Weißenfels

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