Auf Radtour: Radsportgemeinschaft, interessierte Bürger und der Oberbürgermeister traten in die Pedale

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Foto: Stadt Grimma

Grimma. Jahr für Jahr geht es mit dem Fahrrad auf Exkursion durch Grimmas Ortsteile. Angesteuert wurden einige kommunale Projekte, die sich kurz vor der Fertigstellung befinden oder kürzlich abgeschlossen wurden. Die Radsportgemeinschaft Muldental und die Stadtverwaltung Grimma organisierten die Bürgerinformationstour, 50 Teilnehmer schlossen sich an. Das waren die Stationen:

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Ehemalige Grundschule am Schwanenteich 

„Unser Ziel ist es, dass zum Schuljahresbeginn wieder Leben im Haus herrscht“, sagte Planer Marco Lätzsch. Noch ist einiges zu tun. Die gesamte Ausstattung wird in den nächsten Tagen geliefert. Ein großzügiger Speiseraum für 150 Schülerinnen und Schüler, Werkräume und neue Klassenzimmer sind im neuen Haus zu finden. Durch mehr Platz optimiert und entspannt sich die Lage. Eine Investition zugunsten der Lernverhältnisse unserer Jüngsten.

Neue Feuerwehr Großbardau

Nachdem der Rohbau im letzten Jahr Station der Radtour war, konnten die Sportler in diesem Jahr die fertige Feuerwehr bestaunen. Andreas Wittig und Horst Weigelt vom Feuerwehrförderverein zeigten das moderne Domizil. 1,03 Millionen wurden in die Zukunft des Feuerwehrstandortes Großbardau investiert. „Sollte alles nach Plan laufen, entsteht vis-à-vis ein neuer Kindergarten“, meinte Oberbürgermeister Matthias Berger, „Großbardaus neues Dorfzentrum wird kaum wiederzuerkennen sein“.

Pfarrscheune Großbothen

Die Umnutzung der Pfarrscheune in Großbothen ist ein gelungenes Beispiel für die Lösung eines Problems, welches viele Gemeinden betrifft. Die Scheune auf dem Pfarrhof wurde so umgebaut, dass sie für weltliche Trauerfeiern, als eine Art Dorfgemeinschaftshaus und für kulturelle Anlässe gleichermaßen genutzt werden kann. Großbothens Pfarrerin Susan Schanz gesellte sich spontan zur Gruppe und stellte ihre Sicht der Dinge dar. Eine Mehrnutzung bringt gewisse Vorteile. So könnte der Umbau der alten Pfarrscheune in Nerchau die optimale Lösung sein. Der jetzige Zustand der Nerchauer Trauerhalle ist äußerst unwürdig.

Bauplatz Oberschule Böhlen

„Wir sind über die Situation sehr unglücklich, weil es ein Novum sein dürfte, dass eine Nachbarkomme den Neubau einer Oberschule in einer anderen Stadt verhindert“, machte sich der Oberbürgermeister Luft. „Wirtschaftlich ist dieser Streit, der auf den Rücken der Kinder ausgetragen wird, für uns sehr schwierig, da diese Kleinstaaterei die Finanzierung kippen könnte.“ Für über 8 Millionen Euro soll in Böhlen eine neue zweizügige Oberschule entstehen.

Kindergarten „Kleinen Strolche“ Dürrweitzschen

„Es war für uns eine große Herausforderung nach der Übernahme eines nagelneuen Kindergartens, erhebliche Baumängel zu entdecken. Es musste investiert werden, der Rechtsstreit läuft. Gemeinsam können wir uns nun darüber freuen, dass die Kinder jetzt optimale Bedingungen in der Kindertagesstätte vorfinden“, so Oberbürgermeister Matthias Berger. Grund für die Sanierung war die mangelnde Abdichtung des fünf Jahre alten Gebäudes. Der Boden und die Wände waren durchfeuchtet.

Bürgerzentrum Dürrweitzschen

Viel Mühe geben sich die Thümmlitzwalder Bürgerzentrum-Vereinsmitglieder das Kulturhaus in Dürrweitzschen mit Leben zu füllen. Der Verein rettete das großzügige Bürgerzentrum mit Kegelbahn, Bühne und Kellerbar vor dem Abriss. Die in die Jahre gekommenen Räume wurden mit frischen Farben versehen. Stühle und Tische aus dem Kulturpalast Dresden verleihen dem Haus einen besonderen Charme. Gerade für größere Veranstaltungen bietet sich das funktionale Haus bestens an.

Gefangenen-Friedhof Bahren

Während des ersten Weltkrieges arbeiteten im Lager Golzern Kriegsgefangene, hauptsächlich Franzosen, Russen und Serben im Steinbruch Bahren. Für die Opfer der Kriegsgefangenschaft wurde ein Friedhof angelegt. Die Grabstelle wurde vom Bahrener Heimatverein „Zur Prinzengrotte“ e.V. wieder auf Vordermann gebracht und ist nun ein sehenswertes Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte.

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