Hochwassergefahr vorerst gebannt

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Archivbild/Sören Müller

Muldental. Die Starkregenereignisse vom Dienstagabend haben die Pegel der Mulde weniger stark belastet als erwartet, dennoch ist Vorsicht geboten.

In einer aktuellen Hochwasserwarnung der Landeshochwasserzentrale wurde die Lage analysiert:

Meteorologische Lage
„Wetterberuhigung. Heute kann es noch schauerartig und gewittrig regnen, dabei keine signifikanten Mengen. Abheute Mittag freundlicher. Am Donnerstag wieder vereinzelt Gewitter, dabei lokal erneut Starkregen bis 25 Literpro Quadratmeter möglich. Am Freitag weitgehend niederschlagsfrei. Am kommenden Wochenende wiederzunehmende Schauer- und Gewitterneigung. Dabei sind lokale Starkregen erneut nicht auszuschließen. Bitteachten Sie daher weiterhin auf die Wetter- und Warnlage unter www.dwd.de beziehungsweise in der DWD-WarnWetter-App!“

Hydrologische Lage
„Grundsätzlich geht die Hochwassergefährdung nach und nach zurück. Die Gewitter des gestrigen Abendsbrachten lokal große Regenmengen, welche teilweise im extremen Unwetterbereich lagen und laut Radar-Auswertung mit Intensitäten von deutlich mehr als 50 Litern pro Quadratmeter in weniger als einer Stundeeinhergingen. Die Niederschlagsmessstationen können solch ein kleinräumiges und lokal verstärktesNiederschlagsgeschehen nur unzureichend erfassen. Die höchsten Ereignisniederschläge im Stationsnetz gab esmit 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit im Bereich Freiberg und Nossen.Die teilweise extremen Starkregen führten dort wo sie auftrafen zu Überflutungen, wild abfließendem Wassersowie der Verlagerung von Boden, Schlamm und Geröll. An den Hochwassermeldepegeln haben sich die lokalausgeprägten Starkregen nur bedingt bemerkbar gemacht; so kam es im Flussgebiet der Mulde lediglich an derPreßnitz (Pegel Streckewalde) und Zschopau (Hopfgarten) sowie der Flöha (Borstendorf) zu schnellen,kurzzeitigen sowie geringfügigen Überschreitungen des ersten Alarmstufen-Richtwertes.Aktuell geht die Wasserführung in den vom Starkregen betroffenen Oberläufen bereits rasch wieder zurück. Diesich ausgebildeten kleineren Durchflussscheitel haben bereits die Mittelläufe erreicht, wo sich nun nach und nachzurückgehende Wasserführung einstellen wird. Lediglich an der Vereinigten Mulde wird die Wasserführung nochetwas ansteigen und dann ab spätestens morgen wieder zurückgehen. Dabei wird es zu keinen Richtwert-Überschreitungen kommen. Im Falle erneut auftretender Starkregen ist mit erneuten raschen Anstiegen der Wasserführung in den Oberläufenund kleineren Gewässern zu rechnen, insofern deren Einzugsgebiete vom Regen betroffen sind. Auch mit lokalenÜberflutungen, wild abfließendem Wasser und Verlagerung von Bodenmaterial und Geröll ist bei Starkregen stetszu rechnen. Zur Beurteilung der Hochwassergefährdung bei Starkregen in kleinen Einzugsgebieten, nutzen Siebitte die Hochwasserfrühwarnung des Landeshochwasserzentrums, welche unter www.hochwasserzentrum.sachsen.de/fruehwarnung zu finden ist“

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