Knappe Heimspielpleite gegen VFL Pirna-Copitz

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Foto: pixabay

Grimma. Die weiße Heimweste ist dahin! Durch die 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen einen keineswegs Bäume ausreißenden VfL Pirna-Copitz kassierte Sachsenligist FC Grimma die erste Pleite in dieser Saison auf heimischem Rasen.

Zwar hat diese Niederlage keinerlei Auswirkungen auf die Endplatzierung der Muldestädter, doch sehr ärgerlich war diese schon, da die verbliebenen elf Grimmaer Mohikaner in dieser Partie schon unter Wert geschlagen wurden und man mindestens einen Punkt hätte mitnehmen müssen. So verpassten es die Gastgeber nach der Führung den zweiten Treffer nachzulegen – stattdessen glichen die Gäste quasi aus dem Nichts aus.

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Auch im zweiten Durchgang hielt die gebeutelte Grimmaer Rumpftruppe lange dagegen, doch ein verdeckter Distanzschuss vier Minuten vor Spielende ließ letztlich die Rand-Dresdner jubeln. Angesichts der aktuellen Situation war dieser Auftritt jedoch ordentlich – mindestens einen Punkt hätte sich der FC verdient gehabt. Doch alles Jammern hilft nichts. Trotz der prekären Personalsituation werden die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe in den letzten drei Begegnungen noch einmal alle Kräfte bündeln und alles in die Waagschale werfen. Man kann ohne jeglichen Druck aufspielen, Platz drei ist der Elf nicht mehr zu nehmen. Vielleicht ist dann am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr beim BSC Rapid Chemnitz wieder etwas möglich.

Neben den Langezeitverletzten Schabram, Engler, Jentzsch, Jackisch, Ziffert und den angeschlagenen Ersatz-Torhütern Friedrich und Bache gesellte sich am Spieltag auch noch der arbeitsmäßig verhinderte Wagner hinzu – diese Ausfallliste ist für diesen schon chronisch kleinen Grimmaer Kader derzeit absolut nicht zu kompensieren. Der FC Grimma ist personell seit Wochen am absoluten Limit angekommen, daher ist es nicht verwunderlich, dass man nun langsam Tribut zollen muss.

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Nichtsdestotrotz machten die verbliebenen elf Mohikaner das Beste aus der aktuellen Situation und spielten gegen Pirna-Copitz eine durchaus ordentliche erste Hälfte. Zwar hatten die sehr abwartend und respektvoll beginnenden Gäste die erste Möglichkeit, als Schmidt nach einer Weskott-Flanke FC-Keeper Jan Evers zum Eingreifen zwang (15.), doch waren die Gastgeber in den ersten 45 Minuten die bessere Elf. Defensiv ohne Risiko agierend, versuchten die Einheimischen immer wieder schnell nach vorn zu spielen. Nicht von ungefähr gingen die Muldestädter dann auch in Führung. Oliver Kurzbach überspielte mit einem weiten Ball die komplette VfL-Defensive, Kevin Wiegner umkurvte anschließend den zögernden VfL-Keeper Tietz und schob zum 1:0 ein (21.). Dieser Treffer tat dem FC zusätzlich gut.

Sehr gut Wiegner eingeleitet hatte Robin Brand die Riesenmöglichkeit zum 2:0, doch konnte er den herausstürzenden Tietz mit einem Heber nicht überlisten (32.). Die Gäste von der Elbe blieben weiterhin erstaunlich passiv um wenig später völlig überraschend ausgleichen zu können. Nach einer Flanke von Hartmann kratzte Evers zwar zunächst den Kopfball von Schmidt aus der Ecke, doch Kärger reagierte am schnellsten und drückte das Streitobjekt über die Linie – 1:1 (35.). Doch nur drei Minuten später hätte der FC abermals in Front ziehen können. Nur Millimeter fehlten bei einem Kopfball Stefan Maruhns, nachdem Michel Schwarz einen Freistoß gefährlich nach innen zog (38.). Auf der Gegenseite wurde es abermals nach einer Hartmann-Eingabe brenzlig, doch köpfte Kärger diesmal knapp daneben (39.). Als sich alle bereits auf das Unentschieden zur Pause eingestellt hatten, schepperte es noch einmal gewaltig im weiten Rund. Kurzbach zog von der Mittellinie per Solo auf und davon, doch landete sein Gewaltschuss nur am Pfosten des VfL-Gehäuses (45.+1).

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Im zweiten Durchgang wurde Pirna-Copitz dann aktiver, nichtsdestotrotz blieb die Begegnung ausgeglichen. Die ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff spielten sich nahezu komplett zwischen den Strafräumen ab, Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Bei den Gastgebern merkte man langsam den drohenden Kräfteverlust, dennoch biss sich das Grimmaer Häuflein bis zum Ende durch. Als Weckruf für die um ein Haar einschlafenden Zuschauer diente ein mehrmals abgefälschter Schuss von Henschel, doch Evers zeigte hier einmal mehr seine Klasse (66.). Wenig später fand eine Kärger-Flanke den am zweiten Pfosten einlaufenden Schmidt, der die Kugel jedoch nur auf das Netz setzte (72.).

Die beste Gäste-Möglichkeit ließ jedoch der gerade eingewechselte Dietze ungenutzt, der das Streitobjekt nach einer Schmidt-Eingabe aus Nahdistanz über den Querbalken jagte (73.). Doch auch die Gastgeber hatten durchaus jetzt wieder Gelegenheiten. Einen Freistoß von Kurzbach kratzte Tietz aus der kurzen Ecke (68.), nach einem weiteren Kurzbach-Freistoß trudelte ein Kopfball von Maruhn nur um Zentimeter am Gehäuse vorbei (83.). Als sich die Zuschauer bereits auf ein Unentschieden eingestellt hatten, sollte das Unheil aus Grimmaer Sicht doch noch seinen Lauf nehmen. Ein zu kurz abgewehrter Ball landete direkt vor den Füßen Henschels, dessen verdeckter, scharfer Distanzschuss durch Freund und Feind hindurch den Weg ins FC-Gehäuse fand – 1:2 (86.).

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Zwar versuchten die Platzherren mit letzter Kraft die drohende Niederlage verhindern zu können, doch als ein Schuss von Schwarz knapp über den Querbalken zischte (87.), sollte die erste Grimmaer Heimpleite in dieser Saison Gewissheit sein.

Text: Tom Rietzschel

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WEKU-Sachsenliga – 27. Spieltag

FC Grimma – VfL Pirna-Copitz 07 1:2 (1:1)
Grimma: Evers – Bouamama, Maruhn, Dietrich, Kurzbach – Tröger, Schwarz – Szepesi, Brand, Radig – Wiegner – Trainer: Wohllebe
Pirna-Copitz: Tietz – Hartmann, van Kolck, Scholz, Benes – Kluttig – Schmidt (ab 90. Swozil), Henschel, Kärger (ab 78. Kreher), Weskott – Riedel (ab 73. Dietze) – Trainer: Däbritz
Schiedsrichter: K. Windisch (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: Wolter (Görlitz), Näther (Haselbachtal) – Tore: 1:0 Wiegner (21.), 1:1 Kärger (35.), 1:2 Henschel (86.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Födisch, Nehring, Klinkenberg – Schumann (Tor), Kletschka – Zuschauer: 103 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

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