Hersteller stoppt Blitzgerät: Blitzer blitzt im Landkreis Leipzig derzeit nicht

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Foto: taucha-kompakt

Landkreis Leipzig. Im Landkreis Leipzig blitzt es aktuell weniger.

Eine Mitteilung von Leivtec, einem Hersteller mobiler Blitzgeräte, sorgt derzeit für Aufregung. Das vielfach eingesetzte Gerät XV3 stehe laut dem Unternehmen im Verdacht, ungenau zu messen. Der Hersteller bittet nun darum, das Gerät nicht mehr einzusetzen. Auch der Landkreis Leipzig ist davon betroffen.

„Bereits seit längerer Zeit steht das Gerät Leivtec XV3 im Verdacht, unter bestimmten Umständen Falschmessungen zu produzieren. Zahlreiche Anwälte haben sich darauf spezialisiert, die Blitzer-Bescheide anzufechten. Zuständig für die Zulassung von solchen Messgeräten ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Ende 2020 hatte die PTB die so genannten Auswerterichtlinien verschärft. Damit sollte erreicht werden, dass Messungen, die in fehleranfälligen Situationen entstanden sind, nicht mehr verwendet werden dürfen. Allerdings: auch Messungen unter eher normalen Bedingungen führten wohl vermehrt zu Abweichungen. Mindestens seit Oktober 2020 hatte die PTB davon Kenntnis. Anfang März dieses Jahres zog Leivtec vorerst die Reißleine.“, schreibt das Onlineportal taucha-kompakt.

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In einem Schreiben an die meist kommunalen Nutzer teilt Leivtec mit: „Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit der notwendigen Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass es auch bei Beachtung der Regeln der ergänzten Gebrauchsanweisung zu unzulässigen Messwertabweichungen kommen kann, möchten wir sie bitten, von weiteren amtlichen Messungen vorerst Abstand zu nehmen. Wir werden uns nach Veröffentlichung der finalen Prüfergebnisse der PTB unverzüglich wieder bei Ihnen melden. Wir sind uns der Tragweite unseres Schreibens bewusst, sehen jedoch in der Sache keine andere Entscheidungsoption. […]“

Auch der Landkreis Leipzig ist von diesem Nutzungsstopp betroffen. Wie Brigitte Laux, Pressesprecherin des Landkreises mitteilt sei ein Gerät betroffen. „Wegen des geschildeten Sachverhalts setzen wir das Gerät aktuell nicht ein und werten auch keine Messungen (seit 1. März) mehr aus.“ Aber Obacht so ganz ausgeblitzt hat der Landkreis nicht: „Bitte beachten, wir haben noch andere Geräte, so dass die Gefahr nicht gebannt ist.„, so die Behördensprecherin.

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