Existenz und Haus durch Brand in Prösitz verloren – Junge Familie braucht Hilfe

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Fotos: Sören Müller/Privat

Grimma/Prösitz. Ein Brand im Grimmaer Ortsteil Prösitz hat am 19. Februar gegen 4.30 Uhr ein Wohnhaus und die Existenz einer jungen Mutter und desen Sohnes zerstört. Viele Menschen haben bereits Hilfe angeboten, nun gibt´s ein Spendenkonto.

Mutter Steffi (35) war mit ihrem Sohn Liam (6) und ihrem Lebensgefährten und dessen Tochter kurzfristig in den Urlaub gefahren. Währenddessen kam es an ihrem Wohnhaus zu einem Brand der das Gebäude vollständig zerstörte. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Meine Mutter hatte mich im Urlaub darüber informiert„, erzählte uns die 35-Jährige die im Haus auch eine Hundepension betrieb. „Nicht nur unser Zuhause ist völlig unbewohnbar, auch die Pension kann nicht mehr weitergeführt werden.„. Das Feuer brannte bereits in voller Ausdehnung als die ersten Löschfahrzeuge vor Ort eintrafen. „Wir konnten den Brand gemeinsam mit den Wehren aus Zschoppach und Grimma trotz widriger Bedingungen, aufgrund des starken Windes, zügig unter Kontrolle bringen allerdings war der Totalverlust nicht zu verhindern„, erinnert sich der Mutzschener Wehrleiter Markus Beiler, der mit seiner Wehr als erstes vor Ort eintraf. Völlig geschockt kam die junge Familie aus dem Urlaub und stand vor dem Nichts. Auf Instagram versuchte Steffi ihre Erlebnise in Worte zu fassen: „Das hier war Mal mein Zuhause, unser Zuhause, unser Leben, unsere Existenz… Es genügen wenige Stunden, um vor dem Nichts zu stehen, um den Glauben an Recht und Unrecht zu verlieren. Unser Sohn hat keine Schultasche mehr, unsere Hunde kein Körbchen und mein Freund nicht einmal ein paar Socken. Unsere Tochter/ Stieftochter hat ihre little Ponys verloren..[]…

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Foto: privat

Mittlerweile ist eine Woche vergangen. „Wir sind erstmal bei meinen Eltern untergekommen aber das ist auf Dauer keine Lösung.„. Die Stadtverwaltung Grimma, Kameraden der Mutzschener Feuerwehr und Privatpersonen kümmern sich derzeit um Angebote für ein neues Zuhause. „Wir hatten das Glück wenigstens ein paar Kleidungsstücke noch aus dem Urlaub  zu haben und viele haben mittlerweile Sachspenden gerade für Liam gespendet sodass wir hier erstmal gut versorgt sind. Ich bin den Menschen unheimlich dankbar für die Hilfe„, so die junge Mutter.

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Die Versicherung zahlt im besten Falle 45.000 Euro, dennoch ist damit kaum ein Neuanfang zu stemmen und keiner weiß wann das Geld tatsächlich verfügbar sei. Sämtliche Erinnerungsstücke sind dem Brand zum Opfer gefallen, die wahrscheinlich kein Geld der Welt ersetzen können. Viele Menschen wollen der Familie helfen, bisher gab es allerdings kaum eine Möglichkeit unbürokratisch Hilfe zu leisten. Privatpersonen hatten sich nun mit der Stadtverwaltung Grimma in Verbindung gesetzt, die hier selbstverständlich ihre Hilfe angeboten hat. Dazu wurde nun das Spendenkonto der Stadt Grimma, welches bereits für den Brand in der Stecknadelallee genutzt wird, freigeschaltet:

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Spendenkonto:
IBAN DE 28 8605 0200 1010 0000 60;
BIC: SOLADES1GRM,
Sparkasse Muldental
Verwendungszweck: „Brand in Prösitz 19.02.2020“

Für weitere Hilfsangebote hat sich Melanie Kamphrath zur Koordination bereit erklärt. Sie steht in enger Verbindung mit der Mutter und ist über Telefon 0173/8296292 erreichbar.

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