Zeitzeugen zum Wasserwerkbau gesucht

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Foto: Veolia/Heiko Rebsch

Frohburg. In den letzten Tagen des alten Jahres ist am Neubau des Wasserwerkes Prießnitz ein großer Schritt getan – hin zum Probebetrieb.

Die Arbeiten an der elektrotechnischen Ausstattung befinden sich in einem Stadium, das den Probebetrieb ermöglicht. Sämtliche Rohrleitungen sind angeschlossen, so dass wir nun die Inbetriebnahme vorbereiten können”, informiert Falk Heinig, der zuständige Gruppenleiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH.

Prießnitz ist die mit Abstand größte Investition der Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH: mit rund fünf Millionen Euro. In dem Ortsteil der Stadt Frohburg entsteht ein komplett neues Wasserwerk, das 2020 das alte Prießnitzer Wasserwerk ablösen wird. Damit ergänzt eine leistungsstarke Anlage das gewachsene Verbundsystem der Wasserwerke im Gebiet des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG). “Um die Versorgungssicherheit unserer Kunden mit Trinkwasser langfristig sicherzustellen und auch auf die Herausforderungen der Klimaveränderung reagieren zu können, ist dieses moderne Wasserwerk eine Notwendigkeit und echte Bereicherung”, sagt Lutz Kunath, der Geschäftsführer des VVGG.

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Bevor das neue Wasserwerk 2020 den Testlauf absolvieren und in Betrieb gehen wird, will Veolia-Gruppenleiter Falk Heinig mehr über die Geschichte des alten Werkes in Erfahrung. “Unser Ingenieurbüro”, erzählt er, “hat andernorts gute Erfahrungen mit der Suche nach Zeitzeugen gemacht. Das wollen wir auch mit Prießnitz versuchen und hoffen, es gibt Menschen, die sich an den Neubau der alten Anlage erinnern, vielleicht sogar Zeitungsausschnitte aufgehoben haben – und uns davon berichten können.”

Beim VVGG lassen sich bedauerlicherweise nur wenige Unterlagen zum Bau des alten Wasserwerkes auftreiben. Einen Ordner mit Planungsunterlagen – mehr gibt es nicht. “Aber wir sind überzeugt, dass so ein großes Projekt damals für Gesprächsstoff gesorgt hat.” Ein Projekt, von dem Falk Heinig annimmt, dass es in der damaligen DDR sogar eine überregionale Bedeutung besaß. “Wir wüssten zum Beispiel gern, welche Firmen hier gebaut haben, woher sie kamen  und wie lange es von der Grundsteinlegung bis zur Inbetriebnahme gedauert hat. Vielleicht gab es ja besondere Vorkommnisse beim Bau.”  Über der Tür des alten  Wasserwerkes steht die Jahreszahl 1952. Es ist anzunehmen, dass die Anlage in jenem Jahr ans Netz ging.

Wer über den Neubau des alten Prießnitzer Wasserwerkes etwas erzählen oder alte Zeitungsartikel beisteuern kann, kann sich gern bei Falk Heinig melden. Zu erreichen ist der in Frohburg ansässige Veolia-Gruppenleiter unter der Festnetznummer 034348/51416 oder unter der Mobilfunknummer 0163/7528570. Wer eine E-Mail schreiben will, nutzt dafür bitte die Adresse falk.heinig@veolia.com.

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Spätestens zur offiziellen feierlichen Inbetriebnahme des neuen Prießnitzer Wasserwerkes würde Falk Heinig gern mit spannenden Informationen zum Altwerk, das abgerissen werden wird, aufwarten. Ein Datum steht bisher noch nicht fest.

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