Fallwildsuche im Thümmlitzwald

Übung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

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ASP 2019 Übung - Bergung Fallwildsuche Foto: Landkreis Leipzig

Grimma. Sachsen bereitet sich vom 2. bis 5. Dezember 2019 mit einer landesweiten Übung intensiv auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Federführend ist die Taskforce Tierseuchenbekämpfung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesundheit. Ein Teil der Übung, die sog. Fallwildsuche nach verendeten Wildschweinen, fand am 3. Dezember im Thümmlitzwald im Landkreis Leipzig statt.

Übungsszenario: Am Montag, wurde die Lage von der Taskforce eingespielt: Fund eines positiven Wildschweins am Heidelbeerbach im Thümmlitzwald. Im Rahmen der Übung wurde ein gefährdetes Gebiet eingerichtet mit einem Radius von etwa 12 km und eine Pufferzone mit einem ungefähren Radius von 28 km. Beide Zonen befanden sich in der Hauptsache auf dem Gebiet des Landkreis Leipzig, schneiden aber auch die Landkreise Nord- und Mittelsachsen.

Bei einem tatsächlichen Ausbruch von ASP bei Wildschweinen werden die Restriktionszonen durch Landesdirektion Sachsen im Zusammenarbeit mit den lokalen Veterinär- und Jagdbehörden festgelegt: Das Kerngebiet um die Fundstelle des Indexfalls ist das Zentrum des gefährdeten Gebiets, darum schließt sich die Pufferzone an. Die Größe und die Radien der Zonen hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten hinsichtlich Wildschweinvorkommen und Geografie ab. In den Gebieten gelten unterschiedlich scharfe Regelungen und Einschränkungen für Wildschweinjagd und -produkte und auch für Hausschweine und -produkte sowie Nebenprodukte.

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ASP 2019 Übung – Fallwildsuche mit Hundeführern
Foto: Landkreis Leipzig

Bereits am Montag war der Kadaversammelplatz eingerichtet und die Suchte vorbereitet worden. An der Fallwildsuche am Dienstag war eine Menschenkette mit 15 Personen beteiligt sowie eine Hundestaffel mit sieben Hunden. Beide Gruppen suchen jeweils etwa 13 ha Waldgebiet systematisch ab. Im Ergebnis konnten alle sechs versteckten Wildschweine gefunden werden. Dabei waren beide Gruppen (Menschenkette und die Hundegruppe sowie deren Führer) mit jeweils drei Frunden erfolgreich. Die aufgefundenen Wildschweine würden durch das Bergeteam beprobt, geborgen und zum Kadaversammelpunkt gebracht. Zusätzlich wurde das Gebiet mit einer Drohne, bestückt mit einer Digital- sowie Wärmebildkamera beflogen. Auch diese Erfahrungen fließen in die Auswertung der Übung mit ein.

Wer sich zur Afrikanischen Schweinepest informieren möchte, findet auf der Seite des Sächsischen Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz umfassende Informationen speziell auch für Jäger, Landwirte und Outdoor-Begeisterte.

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