36 Kakadus und Papageien gesichert

Staatsanwaltschaft Dresden ordnet Notveräußerung an

Symbolbild/pixabay

Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden führt derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten u.a. wegen Betrugs in fünf Fällen, Bankrotts sowie Insolvenzverschleppung.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Bau GmbH mit mindestens vier Bauherren und einem Immobilienkäufer Verträge über die Errichtung oder Sanierung von Bauwerken als Generalunternehmer abgeschlossen zu haben, bei denen er zugleich auch als Vermittler der erforderlichen Baufinanzierung auftrat. Entsprechend seiner vorgefassten Absicht erbrachte der Beschuldigte an den Objekten sodann keine nennenswerten Bau- oder Planungsleistungen, sondern vereinnahmte aus den von ihm vermittelten Darlehn unrechtmäßig im Voraus gezahltes Baugeld im Namen der von ihm vertretenen GmbH in Höhe von ins-gesamt 414.535,53 Euro.

- Anzeige -

In dem Verfahren hat die Staatsanwaltschaft Dresden am 01.10.2019 umfangreiche Maßnahmen der Vermögensabschöpfung zugunsten der Geschädigten durchgeführt. Neben einem Auto im Wert von ca. 40.000,00 Euro und etwas Bargeld wurden beim Beschuldigten 36 hochwertige Kakadus und Papageien im Gesamtwert von mindestens 100.000,00 EUR sichergestellt. Bei der Sicherstellung waren neben der Polizei auch das Umweltamt mit zwei Experten (darunter ein Papageienexperte) und ein Zoofachmann vor Ort, um die schonende und artgerechte Sicherstellung zu veranlassen. Die Tiere stammen alle aus Zucht, sind beringt und gemeldet. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wurden nicht festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat dafür Sorge getragen, dass die Tiere artgerecht untergebracht sind. Damit die Tiere nunmehr schnellstmöglich veräußert werden können, hat die Staatsanwaltschaft Dresden am 11.10.2019 die Notveräußerung angeordnet. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, im Rahmen der Notveräußerung einen guten Preis für die Tiere erzielen zu können, da das Interesse an den bei Liebhabern äußerst gefragten Tieren sehr groß ist. Sollte der Beschuldigte rechtskräftig verurteilt werden, käme das erlöste Geld dann den Geschädigten zu Gute. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

- Anzeige -

Noch mehr Nachrichten

Symbolbild

Cobra 11? Verfolgungsjagd auf der A14

Mutzschen/Leisnig. Dem geschulten „Polizeiauge“... entgeht nichts. Ein Polizeibeamter bemerkte auf der Autobahn A 14 in Richtung Dresden, dass hier ein Pkw Audi Q 7 mit polnischen Kennzeichen unterwegs ist. Ihn fiel dabei auf, dass...
Symbolbild

Einbrecher in Hohnstädt

Grimma. In der Oststraße und am Rappenbergring brachen Unbekannte am Mittwoch zwischen 15 Uhr und 18:30 Uhr in Einfamilienhäuser ein. Die kurze Abwesenheit der Bewohner nutzten Einbrecher, um in ein Einfamilienhaus in Grimma einzudringen. Sie...

Gipfelschluck im Türmerstübchen

Grimma. Gästeführer Bernd Voigtländer führt am 2. Weihnachtsfeiertag traditionell durch das historische Grimmaer Rathaus. Dabei erzählt er Spannendes und verrät sogar so manches Geheimnis. Das Wahrzeichen der Stadt ist auf sechs Etagen begehbar. Eine Trinkstube,...

1886: Schneechaos in Grimma – Husaren schaufelten Züge frei

Grimma. Die Winter in den letzten Jahren waren in Grimma eher harmlos, vor 130 Jahren sah das ganz anders aus. Einige Grimmaer können sich vielleicht noch an den sogenannten Polarwinter 1929 erinnern. Damals als,...

Fallwildsuche im Thümmlitzwald

Grimma. Sachsen bereitet sich vom 2. bis 5. Dezember 2019 mit einer landesweiten Übung intensiv auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Federführend ist die Taskforce Tierseuchenbekämpfung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales...
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here