Stadtwald in Blau, Weiß, Rot

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Kreisbrandmeister Nils Adam übergibt seine süße Überraschung einem Junghelfer des THW Foto: Nils Geldner

Grimma. Am letzten Samstag fand in Zusammenarbeit einiger Blaulichtorganisationen erstmalig ein organisationsübergreifender Wettstreit der Jungretter statt.

Erklärtes Ziel war es, den Horizont der Jugend zu erweitern und die Neugierde zu fördern. Zur Eröffnung kamen fast 70 Kinder zusammen und begaben sich in gemischten Teams auf die völlig unbekannte Wettkampfstrecke. Die Teams wurden aus den Ortsverbänden des technischen Hilfswerks (THW) Grimma, Altenburg und Leipzig, der Jugendfeuerwehr Stadt Grimma und dem Jugendrotkreuz sowie der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Muldental zusammengestellt.

Übergabe der Helfer-Helden-Gurte durch Bettina Belkner, Vorstand – DRK KV Muldental Foto: Nils Geldner

Viel Lob und Anerkennung bereits zur Eröffnung
8.30 Uhr begann der Tag mit einer feierlichen Eröffnung. Der Einladung folgten Vertreter aus Politik und der Organisationen selbst. So konnten Frau Magdalena Straßburger, die Leiterin der THW Regionalstelle Leipzig, Maria Fichnter, die stellvertretende Kreisjugendwartin und der Kreisbrandmeister Nils Adam begrüßt werden. Adam hatte zudem eine kleine süße Überraschung für die Kinder dabei.

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Svend-Gunnar Kirmes und Ingo C. Runge fanden ebenfalls die Zeit und lobende Worte für die Arbeit der Organisationen der Gemeinschaften und betonen die wichtige Jugendarbeit im gesellschaftlichen Leben. Vielfältige Aufgaben warteten auf die acht Teams, die per Los zufällig zusammengesetzt waren. Sie begaben sich um 9 Uhr auf die 5 km lange Strecke in den Stadtwald. Die acht bewerteten Stationen ergänzte die örtliche Polizei um eine weitere. Wissen, Geschick, Improvisationstalent waren an dieser Stelle gefordert. Am wichtigsten war aber der Teamgeist, denn nur als Gruppe waren gute Bewertungen möglich. Schnell kristallisierten sich an den jeweiligen Stationen Teamführer heraus, die ihre Gruppe anleiteten und Hilfe gaben und genau das war von den Organisatoren auch gewollt.

Beim Jugendrotkreuz musste aus vorhandenen Mitteln eine Trage gebaut und eine verletzte Person abtransportiert werden. Etwas weiter bei der Jugendfeuerwehr war bei dem Transport von Löschwasser ebenfalls gutes Teamwork gefragt. 10 Liter Wasser sollten in einer Schale an vier Seilen ca. 50 Meter transportiert werden. Das THW wartete an der Mulde mit einer Knobelaufgabe. Ein Fass war unter simulierten Geröll eingeklemmt und musste befreit werden. Einfallsreichtum war gefragt und das genaue Befolgen von Anweisungen. Kein Problem für die pfiffigen Kids vom THW, die immer nur zu gern die anderen mit einbanden, um die Aufgabe zu lösen. Die DRK Wasserwacht rundete das vielfältige Aufgabenspektrum mit Aufgaben der Knotenkunde, die in Notfällen überlebenswichtig sein kann, und dem Überqueren der Mulde im Team mit einem Schlauchboot auf Zeit ab.

Station des THW: Bewegen von Lasten Foto: Nils Geldner

Sichtlich beeindruckt von den Aufgaben und den vielen neuen Erdrücken absolvierten alle Teams die gestellten Aufgaben erfolgreich. „Durch die gemischten Gruppen, konnten die Kinder und Jugendlichen bei den zu erfüllenden Aufgaben sowohl ihr eigenes Wissen und Können zeigen, aber auch sehen, was die anderen Organisationen an Aufgaben zu bewältigen haben. Und schlussendlich feststellen, dass es am besten funktioniert, wenn
alle zusammenarbeiten.“, zeigte sich JRK Leiter Sven Dyniak zufrieden.

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Die Versorgung während und nach dem Wettkampf stellten befreundete Kameraden der FW Borsdorf sicher. Die Siegerehrung erfolgte um 15:30 Uhr durch den Oberbürgermeister von Grimma und Schirmherr der Veranstaltung Matthias Berger, Landrat Henry Graichen, sowie durch DRK Muldental Vorstand Bettina Belkner.

Der Tag war ein voller Erfolg: keine Verletzten und sehr viele strahlende Kinder! Was will man mehr? Eine super Hand in Hand-Arbeiten zwischen den Organisationen, die Gäste fanden das Projekt sehr gut und lobenswert, bei den verschiedenen Stationen war für jeden etwas dabei.“, resümierte Ronny Granzow, Jugendwart der Grimmaer Feuerwehr, der auch als Gemeindejugendwart der Stadt Grimma tätig ist. Bedauerlich war lediglich, dass keine andere Jugendfeuerwehr aus der Grimmaer Gemeinde die Möglichkeit hatte teilzunehmen, da sie im Vorfeld weder informiert noch gefragt wurden.

Station des JRK: Trage bauen und Verletztentransport Foto: Nils Geldner

Das war keine Eintagsfliege
Obwohl Platzierungen vergeben und Mannschaften ausgezeichnet wurden, war für alle Organisationen entscheidend, dass der Wettstreit als übergreifende Teamaufgabe verstanden wird. „Der Wettstreit lief genauso ab, wie ich ihn mir vorgestellt habe.“, so Peter Stuhr-Haupt der Ortsbeauftragte des THW Grimma der den Ablauf des Wettkampfes plante. „Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Wasserwacht und Jugendrotkreuz war über den gesamten Tag sehr gut.“, so Stuhr-Haupt weiter.

Klar, gab es auch kleinere Stolpersteine, aber die werde man für die zweite Auflage angehen und beseitigen. So die einhellige optimistisch Meinung. „Der Wettkampfgedanke war uns zweitrangig, wir wollten, dass die Jugend „unbekanntes Gewässer“ kennenlernt und dabei neugierig bleibt. Sie sollten die anderen Organisationen und ihre Aufgaben kennenlernen. Das ist uns gelungen! Außerdem haben wir den Rahmen bewusst so gewählt, um das Zusammenspiel aller in einem solchen Umfeld zu erproben.“, kommentierte am Ende Nils Gelder, Ortsgruppenleiter der Grimmaer DRK Wasserwacht. Über eine zweite Auflage mit weiteren Organisationen werde bereits nachgedacht.

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