Grimmaer Ortsgruppe plant ihre erste „Fridays for Future“ Demo

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Symbolbild/pixabay

Grimma. Fridays for Future ist auch in Grimma angekommen!

Am Freitag vor den sächsischen Landtagswahlen, also am 30.08. soll die erste Demonstration stattfinden, teilte die neue Ortsgruppe per Pressemittteilung mit. „Gleichzeitig mit bis jetzt schon mindestens 27 anderen Ortsgruppen aus Sachsen und Brandenburg geht es 3 vor 12 los, symbolisch gemeint. Denn an diesem Tag setzen sich alle Demonstrant*innen dafür ein, dass die Landtagswahlen Klimawahlen werden. Und jedem klar wird, dass es echt 3 vor 12 ist, also wir nicht mehr viel Zeit haben. Alle, die an diesem Tag für Fridays for Future auf die Straße gehen werden, egal ob sie schwänzen oder nicht, wollen dasselbe: eine bessere Klimapolitik und somit eine Zukunft für diesen Planeten, für sie und die kommenden Generationen. In Grimma werden die Demonstrant*innen am Marktplatz vor dem Rathaus starten und nach einer Zwischenkundgebung am Leipziger Platz wieder dorthin zurück kehren, wo die Veranstaltung 14 Uhr beendet sein soll.

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Die Ortsgruppe in Grimma wurde in den Sommerferien gegründet, ca. 1 Jahr, nachdem Greta Thunberg das erste Mal gestreikt hat. Seit dem habe sie schon viel erreicht, es sei aber noch längst nicht genug um den Klimawandel aufzuhalten, so die Initiatoren. „Wissenschaftliche Studien zeigten, dass die Emmissionskurve bis 2020 runter gegangen sein muss, damit wir eine Chance haben, das 1,5 Grad Ziel zu erreichen.“ Dass vor allem die Jugend, die ja am meisten unter den Folgen des Klimawandels leiden wird, sich jetzt für die Einhaltung dieses Zieles einsetzt, sei einleuchtend.

Eine Organisatorin aus dem Evangelisches Schulzentrum Muldental meint: „Wir versuchen alle unseren Fußabdruck auf diese Planeten möglichst gering zu halten, zum Beispiel esse ich schon seit Jahren kein Fleisch mehr. Fridays for Future hat dafür ein stärkeres Bewusstsein in den Köpfen der Schüler geschaffen, was ja auch gut so ist. Aber es wäre viel wirksamer, wenn die Politik endlich handeln würde, wodurch es den Bürgern viel leichter gemacht werden könnte, klimaneutral zu leben. Dafür machen wir den Druck, also gehen wir auf die Straße“ Die Landtagswahl sei eine ideale Möglichkeit ein Zeichen zu setzen und etwas in Sachsen zu ändern, heißt es weiter.

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2 Kommentare

  1. Bevor die Kids Schule schwänzen, sollten sie sich mal an die eigene Nase fassen. Ich arbeite im Energiesektor.
    Es ist der exzessive Verbrauch und nicht die Poltik oder die Erzeugung von Energie. Wie viel Windräder und Solaranlagen wollen wir denn noch bauen? Die Generation, die jetzt auf die Strasse geht verbraucht doppelt so viel Energie wie wir vor 30 Jahren. Allein für die sozialen Netzwerke benötigen wir 12 Kohlekraftwerke.
    Meine Tochter versucht im Moment am Gymnasium eine AG zu etablieren. Wenn es nicht gerade darum geht Freitags Schule zu schwänzen und das Thema ernsthaft zu diskutieren finden sich weder Schüler, Eltern oder Lehrer als Unterstützung. Wenn man vorschlägt das auf Samstag zu verschieben haben plötzlich 90% dringende Termine.
    Das einzig Gute an der Bewegung ist, das wir über das Problem reden.
    Wir privat verbrauchen ca. halb so viel Strom wie der Durschnitt in Deutschland, kaufen Bio ohne Plastikmüll und fahren so gut wie es möglich ist mit Bus, Bahn oder Fahrrad.
    Wenn das alle machen würden, könnten wir sofort alle Kohlekraftwerke abschalten.

  2. @Thomas Falke: Zum großen Teil ist es leider Unfug den sie hier schreiben. Wie viel Einfluss hat denn ein Schulkind darauf, wieviel Energie es verbraucht? Das wird doch zum größten Teil von den Eltern/Erwachsenen vorgegeben. Und das sind Ihre Generation – oder auch meine. Nutzen die Kinder von heute soziale Netzwerke wirklich mehr als deren Eltern. Bzw. das Internet generell.Verbrauchen soziale Netzwerke mehr Energie als andere Internetseiten? Und nein, es wird dafür keine einziges Kohlekraftwerk benötigt, es ginge auch alles mit erneuerbaren Energien. „Wie viele Windräder und Solaranlagen wollen wir denn noch bauen?“ Noch sehr viele. Und wenn die technische Entwicklung weiter voran schreitet, werden wir beide vielleicht noch eine Zeit erleben, in der nur noch wir alten uns daran erinnern, dass man einmal Energie sparen musste und warum. Warum etwas sparen was in unerschöpflicher Menge frei zur Verfügung steht? Ich halte jede Energiepolitik die nicht darauf abzielt, die Sonnenenergie effektiver zu nutzen für sinnlos und idiotisch. Außer für diejenigen, die daran profitieren und leider bestimmen die zum Großteil die öffentliche Meinung.

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