Um wessen „Arsch“ geht’s hier eigentlich?

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Naunhof. Der Zünstoff reißt nicht ab. Stadtrat Pöhland erhebt schwere Vorwürfe gegen Bürgermeister Volker Zocher und ein Zitat steht im Raum zudem sich nun auch Zocher geäußert hat.

„Mir geht alles 100 Meter am Arsch vorbei.“ soll Zocher nach einer nichtöffentlichen Besprechung nach der letzten Stadtratsitzung, laut Michael Pöhland (Freie Wählervereinigung Fuchshain), gesagt haben. Das will auch Mario Schaller (Bürgerinitiative Naunhof) und Gabriele Wegel (CDU) gehört haben. Alle drei gehören der Stadtratsmehrheit an, die derzeit offensichtlich im Kleinkrieg mit der Stadtverwaltung stehen. Fragt man allerdings nach dem Zusammenhang in der das angebliche Zitat, beim auflösen der Sitzung, gefallen sein soll, gibt es Stille.Pöhland hatte bekannt gegeben seinen Posten als Stadtrat an den Nagel zu hängen, Ortsvorsteher von Fuchshain will er bleiben.

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Zu den Gründen zählt er Mobbing durch Druckausüben im Bezug auf den lauten Protest der Stadtangestellten, welche um einen Tarifvertrag kämpfen. Es könne nicht sein, dass er mit einem Pfeifkonzert begrüßt werde und könne es nicht nachvollziehen, dass Menschen, nur weil es um ihre eigene Tasche geht, über alles andere hinwegsehen. Für Fuchshains 750-Jahrfeier 2017 soll kein Geld da sein, aber diesen Riesenbrocken fürs Personal könne man ausgeben, lässt er sich von der Tageszeitung zitieren.
Vom Bürgermeister sei er enttäuscht, er würde Vereine unterschiedlich behandeln. Er sei einer von 13 Abgeordneten aus verschiedenen Fraktionen, die zwar oft gleich abstimmen würden. Er habe aber mit niemandem vorher beim Bier zusammengesessen und die Politik abgesprochen. Das wäre immer seine persönliche Meinung.

Für Pöhland gibt es keinen Nachfolger im Stadtrat, da er allein für die Wählervereinigung Fuchshain kandidiert hatte. Der Sitz würde damit unbesetzt bleiben.
Das Ganze wurde von einer regionalen Zeitung veröffentlicht, allerdings gibt es in diesem Artikel keinerlei Stellungnahme des beschuldigten Bürgermeisters. Wir haben bei ihm mal nachgefragt und ihn nach seiner Meinung gefragt.
„Warum Herr Pöhland von mir enttäuscht ist, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Immerhin haben wir in der kurzen Zeit unserer Zusammenarbeit für Fuchshain viele Dinge gemeinsam angefasst. Ich denke dabei an die Wiederbelebung des Spiegelteichs, die Hauptwasserleitung in der Hauptstraße oder das gemeinsame Engagement für den Anbau auf dem Sportplatz. Die Gründe für seinen Ausstieg, die er in der Öffentlichkeit nennt, sind wohl nicht so sehr in meiner Person als in der allgemeinen Situation in Naunhof zu suchen, in welcher eine Hand voll Hardliner den Bürgermeister ablösen möchten und dabei vergessen, dass sie sich vor allem um das Wohl der Stadt sorgen sollten. Ich habe Herrn Pöhland als einen gradlinigen, engagierten Menschen kennengelernt, der sich für seine Ortschaft eingesetzt hat und als Ortsvorsteher sicher weiter einsetzen wird. Ich wünsche ihm dabei viel Erfolg und auch, dass er seine angeschlagene Gesundheit im Griff behält.“ erklärt er uns.

„Enttäuscht bin ich allerdings darüber, dass er es zulässt, dass sein in der Erregung ausgesprochener Satz, der sich wohl gegen mich richtete, nunmehr mir zugeschrieben wird. Ich bediene mich solcher Fäkalsprache grundsätzlich nicht. Hätte ich diesen Satz ausgesprochen, hätten wohl Herr Schaller und Andere nicht so frenetischen Beifall gespendet und sich gegenseitig angespornt, es Michael Pöhland gleich zu tun, wie an diesem Abend geschehen.“so Zocher zum oben genannten Zitat. Unterstützung erhält er von Michael Eichhorn (Linke), Ihn ist die Aussage nicht bekannt, da er zum Zeitpunkt schon den Saal verlassen hatte. Auch weitere Anwesende Bestätigen die öffentlich nicht genannt werden wollen, dass die Aussage von Pöhland gekommen sei und die „Mehrheit“ in Jubel ausbrach.

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Zur Berichterstattung der Zeitung erklärt er: „Ich habe es bewusst vermieden, auf alle Storys des Redakterus Herrn Pfeifer in der LVZ einzugehen. Ich wurde von den Bürgern gewählt, um die Geschicke der Stadt zu lenken und nicht, mich ins Reich der Märchen und Legenden zu begeben.“

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