Neuer Takt für Stadtlinien in Grimma

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Foto: Jana Treffler mit Begleitung/ ÖPNV für alle (Vordergrund), (Hintergrund v.l.n.r.) Oberbürgermeister Matthias Berger/ Stadt Grimma, Steffen Lehmann/ Geschäftsführer MDV, Stadtrat Grimma, Landrat Henry Graichen/ Landkreis Leipzig, Ines Lüpfert/ 2. Beigeordnete Landkreis Leipzig, Andreas Kultscher/ Geschäftsführer Regionalbus Leipzig GmbH, Ron Böhme/ Bereichsleiter Verkehrsplanung MDV  Bildnachweis: Christian Modla/ Westend Communication für MDV

Grimma. Am 19. April starten die Stadtbuslinien Grimma A und Grimma B offiziell mit neuem Fahrplan und erweiterter Linienführung.

Nach intensiver Vorarbeit freuen sich Matthias Berger (Oberbürgermeister der Stadt Grimma), Henry Graichen (Landrat des Landkreises Leipzig), Andreas Kultscher (Geschäftsführer der Regionalbus Leipzig GmbH) und Steffen Lehmann (Geschäftsführer der Mitteldeutschen Verkehrsverbund GmbH) über den nächsten Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Muldestadt.

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Mehr Umsteigemöglichkeiten und eine bessere Anbindung im Stadtgebiet bringen sowohl den Bürgern vor Ort als auch der lokalen Wirtschaft einen Mehrwert“, betont Oberbürgermeister Matthias Berger. Mit zusätzlichen Haltestellen und einem kundenfreundlicheren Takt erhöhen sich die Mobilität der Einwohner und auch die Erreichbarkeit der ansässigen Gewerbe.

Mit einer großen Freifahrtaktion laden Regionalbus Leipzig und die Projektpartner alle Bürgerinnen und Bürger ein, die neuen Stadtlinien vom 19. April bis 31. Juli an allen Wochenenden und Feiertagen kostenlos auszuprobieren. Landrat Henry Graichen betont: „Ein bürgerfreundlicher ÖPNV ist ein bedeutender Standortfaktor für die Entwicklung des Landkreises Leipzig zum attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum. Dafür lohnt es sich, zu investieren. Ich freue mich, wenn das neue Angebot bei den Bürgern ankommt und es intensiv genutzt wird.“ Und Andreas Kultscher, Geschäftsführer der Regionalbus Leipzig GmbH, ergänzt: „Mit dem neuen Stadtverkehr in Grimma vervollständigen wir das öffentliche Nahverkehrsangebot im Projektgebiet von ‚Muldental in Fahrt‘. Grimma bekommt damit ein dichtes und komfortables Busnetz, das eine sehr gute Alternative zum Individualverkehr ist. Damit kann, ganz im Sinne der Umwelt, das eigene Auto öfter mal stehen bleiben.

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Bisher ruhte das Fahrangebot zwischen 10 und 12 Uhr gänzlich und der letzte Stadtbus drehte um 18.45 Uhr seine Runde. Der neue Fahrplan bietet Montag bis Freitag Fahrten von 4:30 bis 21:30 Uhr im durchgehenden 30-Minuten-Takt und mehr Fahrten auch am Wochenende an. Künftig fahren die Busse samstags zwischen 6:15 und 24 Uhr und erstmals auch sonntags von 8 bis 21 Uhr – und das sogar stündlich. Zudem verkehrt die PlusBus-Verbindung 619 auf der Strecke Grimma–Großbothen–Colditz ab April häufiger als bisher.

Besonders attraktiv wird der Stadtverkehr durch neue Haltestellen, die das bisherige Liniennetz erheblich erweitern. Insgesamt 21 neue Haltestellen an stark frequentierten Punkten werden den Stadtverkehr in Zukunft ergänzen und damit nahezu das gesamte Stadtgebiet umfassend erschließen. Damit Beschäftigte und Kunden die Gewerbezentren am Hengstberg und Grimma-Süd komfortabel mit dem ÖPNV erreichen können, verbindet die Stadbustlinie Grimma A die Gebiete auf der Nord-Süd-Achse im Halbstundentakt mit der Altstadt und dem Oberen Bahnhof. Von hier und vom Nicolaiplatz aus lassen sich sämtliche Grimmaer Ortsteile und nahegelegene Ballungszentren wie Leipzig, Wurzen, Colditz oder Döbeln günstig erreichen. Der Ortsteil Waldbardau wird durch die Linie A direkt durch den Stadtbus erschlossen.

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Foto: Regionalbus Leipzig GmbH

Für mobilitätseingeschränkte Menschen bedeutet die veränderte Linienführung einen erheblichen Gewinn an Komfort, was insbesondere auch für die Beschäftigten der Muldental-Werkstätten in Grimma-Nord große Bedeutung hat. Zudem werden städtische Ausbildungsstätten durch das dichte Netz an Haltestellen besser erschlossen: Sowohl die Grundschulen „Wilhelm-Ostwald“ und Hohnstädt, die Oberschule Grimma, die Gebäude des Gymnasiums St. Augustin und das Berufliche Schulzentrum in der Karl-Marx-Straße liegen an der Strecke. Auswärtige Besucher, die mit der Bahn anreisen, können den Nahverkehr nutzen, um Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche, den Markt oder das Museum Göschenhaus im Norden der Stadt zu erkunden.

Zusätzlich erhält die Linie Grimma B eine Haltestelle am Krankenhaus und verbindet ab sofort auch Bahnhof, Nicolaiplatz und das Neubaugebiet Grimma-West zügig mit dem PEP und dem Einkaufsgebiet Gerichtswiesen. Beide Stadtbuslinien fahren zudem in die  Grimmaer Innenstadt, wo immer donnerstags, jeden dritten Sonnabend von März bis November und jeden ersten Freitag im Monat der Markttag stattfindet. Einem gemütlichen Einkaufsbummel steht so nichts mehr im Wege.

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Hintergrund und Informationen für Fahrgäste
Das Verkehrsprojekt „Muldental in Fahrt“ geht mit dem Stadtverkehr Grimma in die dritte Umsetzungsstufe: Nachdem 2016 erste Linien und 2017 das gesamte Regionalbusnetz im Muldental neu konzipiert wurden, erhielt auch das neue Stadtverkehrskonzept für Grimma letztes Jahr grünes Licht vom Kreistag. Weitere Städte sollen folgen. Tickets erhalten Fahrgäste direkt im Bus beim Fahrpersonal, an den Fahrkartenautomaten, per Handy mit der App easy.GO und beim Reisebüro Lippmann (Bahnhofstraße 10). Das Fahrplanheft erhalten Fahrgäste zum Beispiel in der Stadtinformation und am MDV-Infomobil. Die Aushänge an den Bushaltestellen zeigen ebenso den neuen Fahrplan. Ganz bequem kann man seine Fahrt auch online planen: auf www.mdv.de oder www.regionalbusleipzig.de sowie via Handy-App easy.GO.

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