Der Classico-Test

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Foto: MFBC PM/Ralf Kühne/Symbolbild

Weißenfels/Grimma. Das Classico als Test für die nächsten Aufgaben war der Grimmaer Slogan für das Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen. Weißenfels hatte sich aus einem zwischenzeitlich Tief herausgerappelt und wollte den Angriff auf Platz 1 in der Tabelle versuchen.

Dazu musste zumindest ein Dreier her. Für Grimma sollte es auch ein Dreier sein, um diesen ersten Tabellenplatz endgültig fest zu machen, schon wegen der Planungssicherheit für die Playoffs. Die Cats mit dem gewohnten besseren Start ins Spiel. Grimma brauchte etwas Zeit, um die drei Reihen ordentlich ins Spiel zu bringen.

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Dabei merkte man das Fehlen von Anne-Marie Mietz, die krankheitsbedingt passen musste. Es dauerte fast 5 Minuten bis Mietz-Stellvertreterin Lisabeth Klaus einen Querpass nicht erwischte. Eine gute Chance zur Führung. So ging es dann munter hin und her und zurück. Die Goalies standen im Fokus der Aktionen und fischten die Bälle. Indra Reck (WSF) und Julia Bran (GRM) waren mal wieder die Stützen ihrer Teams in dieser Schlacht. Eine Überzahl konnte Grimma nicht nutzen, weil Hannah Götze in einer Freischlagsituation den noch nicht gespielten Ball berührte und selbst für zwei Minuten auf die berüchtigte Bank musste. Vier gegen Vier war eher etwas für den UHC, die dabei etwas glücklich in Führung gingen (14.). Grimma danach bemüht um den Ausgleich. Einen Konter kurz vor Ende des ersten Abschnitts konnte Charlotte Rüssel nicht im Kasten von Reck unterbringen. Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Wikingerinnen deutlich. Allerdings musste Grimma zunächst auf eine Säule in der Defensive verzichten. Stefanie Reinhardt ging angeschlagen ins Spiel und musste nach 20 Minuten doch einem Infekt Tribut zollen. Damit war eine weitere Stammkraft raus aus dem Spiel und Zeit für weitere Umstellungen. Es wurde trotzdem besser und schneller aus der Abwehr herausgespielt. Gleich zu Beginn gelang Lena-Marie Lübker der Ausgleich (22.). Dann gab es eine erneute Strafe gegen Weißenfels und diesmal wurde eine gute Überzahl gespielt, die Rüssel mit einem Bauerntrick abschloss (24.).

Das Spiel war in kürzester Frist gedreht. Aber es gab im Wellental der Leistung auch Tiefen. Ein langer Pass zwischen den Verteidigerinnen spielte Britta Herrmann frei und die hatte leichtes Spiel für den Ausgleich (36.). Dazwischen ließen die MFBC-Damen so manche gute Chance liegen. Schade, denn hier wäre eine deutliche Resultatsverbesserung angesagt gewesen. Weißenfels ging in Unterzahl ins Schlussdrittel. Aber Grimma gelang nichts Zählbares. Auch Weißenfels wusste nichts vernünftiges aus der späteren eigenen Überzahl zu machen, als Lisa Glaß wegen überharten Körpereinsatz auf der harten Strafbank saß (51.). Grimma machte Druck und versuchte den lucky Punch zu setzen.

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Am Ende war man mit drei Mal Metall nicht vom Glück gesegnet. Ein Ball sprang gegen Ende des Spiels vom Innenpfosten wieder ins Spielerinnengetümmel. In der letzten Minute schepperte es dann Doppelt. Zunächst ging Grimma durch ein Tor von Elena Böttrich in Führung (59.), die eine Vorlage von Rüssel verwertete. Die Cats gingen dann hohes Risiko, denn Reck ging zu Gunsten einer sechsten Feldspielerin aus dem Kasten. Ging es im Hinspiel nicht so gut, war man diesmal besser gewappnet. Grimma dabei zu defensiv, zu verhalten und kurz danach musste der Ausgleich hingenommen werden (59.).  In der Overtime hatte Grimma die Möglichkeit über eine weitere Überzahl den Sack zu zumachen. Aber es war zu wenig zwingend und es war zu sehr im Tunnel anstatt die besser postierte Mitspielerin anzuspielen. Kurz vor dem Ende der zehnminütigen Verlängerung war es ein vermeidbarer Ballverlust an der Bande in Höhe des eigenen Tores der das Ende des Spiels besiegelte, denn eine dann freistehende Weißenfelserin konnte mühelos vollenden.

Am Ende bleibt ein wichtiger Punkt zur Sicherung des ersten Tabellenplatzes. Und  es war ein wichtiger Test im Hinblick auf den 9. März, wenn beide Teams beim Final 4 im Pokalhalbfinale aufeinander treffen. Dann geht es um den ersten Pokal des Jahres und Grimma hat diesen zu verteidigen. Und das wollen die Wikingerinnen schaffen. Und das geht nur über einen Sieg gegen die Erzrivalinnen.

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UHC Sparkasse Weißenfels – MFBC Grimma     4:3 n.V.  (1:0, 1:2, 1:1, 1:0)

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