Erlln: Wohnhaus in Flammen

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Foto: Sören Müller

Colditz/Erlln. In einem Wohnhaus brach am Montagabend ein Feuer aus.

Im Colditzer Ortsteil Erlln hat am Montagabend ein Wohnhaus im „Wiesengrund“ gebrannt. Gegen 22:30 Uhr wurden Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften, Rettungswesen und Polizei alarmiert.

Beim Eintreffen der Wehren aus Schönbach, Colditz, Tanndorf, Hausdorf, Zschadrass und Bad Lausick stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Zu dem Zeitpunkt wurde noch eine Person vermisst. Sofort machte sich ein Trupp auf die Suche im Erdgeschoss, konnte allerdings nicht bis ins Obergeschoss vordringen ohne sich selbst in unmittelbare Lebensgefahr zu begeben. So blieb ihnen vorerst nur der Rückzug.

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Beim Eintreffen der Kameraden schlugen meterhoch Flammen aus dem Gebäude

Weitere Kameraden hatten während dessen den Aussenangriff über mehrere Rohre aufgebaut und eine stabile Wasserversorgung aus der Mulde hergestellt. „Außerdem konnten die Kameraden durch sogenannte Riegelstellungen (Wassersperren) angrenzende Wohnhäuser erfolgreich gegen ein Übergreifen der Flammen durch starken Funkenflug schützen.“ so der stellvertretende Kreisbrandmeister Steffen Kunze. Kräfte des Rettungsdienstes standen parat um die Einsatzkräfte abzusichern. Zur Stunde ist unklar ob sich im Gebäude tatsächlich eine Person aufhielt. Die Personensuche wurde später fortgesetzt und auch auf sämtliche Nebengebäude des Grundstücks ausgeweitet, allerdings ohne Ergebnis. Durch die Gebäudetrümmer wurde die Suche erheblich erschwert, sodass die Suche abermals abgebrochen werden musste.

Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar, Anwohner berichteten jedoch von „einem lauten Hieb“ im Vorfeld des Brandes und starken Benzingeruch. Auch aus Feuerwehrkreisen hieß es , dass Benzingeruch wahrnehmbar gewesen sei. Brandursachenermittler sollen am Dienstag zum Einsatz kommen. Die Restlöscharbeiten zogen sich bis tief in die Nacht.

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Update 27.11.2018
Wie wir heute erfuhren wurde am heutigen Dienstag eine männliche Leiche entdeckt. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um den Hauseigentümer.
Das Technische Hilfswerk ist ebenfalls für Sicherungsmaßnahmen vor Ort.

Foto: privat

 

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