Immer zweistellig, aber . . .

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Foto: Antje Blümel

Grimma. Manchmal sagen die Ergebnisse etwas über das WIE aus; wie die Mannschaft des Herzens tatsächlich gespielt hat. Für die deutsche Fußball Nationalmannschaft kann man das sogar am Ergebnis gegen den holländischen Nachbarn deutlich ablesen. Bei den Grimmaer Damen versteckt sich hinter den Ergebnissen des Wochenendes auch ein Maß an Unzufriedenheit, über das WIE des Erreichens der Ergebnisse.

In der Damen Bundesliga traf man im zweiten Spiel auf den FC Stern München. Die Münchnerinnen waren zu einem langen Wochenende in den Osten aufgebrochen, um gegen die beiden besten Deutschen Teams die Stöcke zu kreuzen. Auf die Niederlage gegen die Wikingerinnen folgte dann am Sonntag die nächste Niederlage gegen den UHC Sparkasse Weißenfels.

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Im samstäglichen Match konnte München nicht andeutungsweise ein eigenes Spiel aufziehen. Zu überlegen agierte die Heimmannschaft in den 60 Minuten Spielzeit. Die läuferische und auch taktische Überlegenheit führte zu einem Powerplay über die gesamte Spielzeit, worauf München schon von der ersten Sekunde an mit einer dichten Fünferkette rund um und in der eigenen Box reagierte. Anscheinend hatte Trainer Jann Zurbuchen die Gäste schon bewusst so eingestellt. Im Ergebnis bestand wenig Raum, wenig freie Schussbahn auf das Münchener Gehäuse und es kam viel Hektik in und um die Box der Süddeutschen. So dauerte es fast 10 Minuten ehe Lisa Glaß und dann ca. 2 Minuten später Charlotte Rüssel das 2:0 Drittelergebnis herausschießen konnten.

In den beiden ersten Dritteln ging das Spiel in gewohnter Art und Weise immer in Richtung des Münchner Tores. Von der Trainerbank aus wurde immer wieder versucht, taktische Vorgaben mit auf das Parkett zu geben, um das dichte Bollwerk der Gäste auseinanderzuziehen. Wenn dann doch einmal Ballstafetten schnell gespielt und auch mal die Seite verlagert wurde, bröckelte das dichte Gespinst der Sterne um ihr Tor. Und dann waren sie da, die guten Einschussmöglichkeiten, welche dann auch zu selten genutzt wurden. Ein wirkliches Manko im Grimmaer Spiel. So wurde es ein zähes Ringen um etwas zählbares. Dazu hatte die eine oder andere Spielerin an diesem Tag nicht ihren besten Tag.

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Foto: Antje Blümel

Viele Abspielfehler, schlampige Pässe und Ungenauigkeiten in der Angriffsauslösung waren die Folge. Trainer Ralf Kühne wollte sich auch nach dem Spiel nicht mit Einzelkritiken aufhalten. Auch wenn die Saison noch jung ist, sich Automatismen noch nicht richtig eingestellt haben, wird die eine oder andere Schwäche nur durch eine Anpassung der Trainingsinhalte abzustellen sein. Im Schlussdrittel trat noch ein wenig motiviertes Defensivverhalten zu Tage. Die Folge waren zwei durchaus vermeidbaren Gegentreffern.

Ein zu Null wäre sicherlich nicht nur ergebniskosmetisch schön gewesen. Letztendlich war München mit dem Ergebnis mehr als gut bedient. Dieses hätte trotz aller beschriebener Probleme im Grimmaer Spiel wesentlich höher ausfallen müssen. Blickt man aber ein Jahr zurück, stellte sich im Oktober 2017 das Spiel gegen München auch als schwierig heraus. Mit einem 7:1 bei  einer weniger deutlichen Feldüberlegenheit war das Ergebnis damals ebenso wenig befriedigend. Trotz durchaus angebrachter Kritik sollte man darauf hinweisen, dass zu Beginn der letzten Saison noch mehr Sand im Getriebe vorhanden war. Die Zeit des Einspielens auf die entscheidenden Phasen der Saison hat eben erst begonnen.

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Das kann man auch für den darauffolgenden Spieltag im Damen-Kleinfeld sagen. Grimma traf erneut im den Spielen Nr. 3 und 4 erneut auf den MFBC Leipzig und auf die Red Devils Wernigerode. Im stallinternen MFBC-Duell konnte Grimma erneut seine Klasse nachweisen. Die Leipzigerinnen waren wie auch die Sterne aus München über die gesamte Spielzeit klar unterlegen. Im Vergleich zum davorliegenden Wochenende spielte Grimma von Beginn an konzentriert. Man musste erst in der 30. Minute ein Gegentor hinnehmen. Im ersten Aufeinandertreffen war es Leipzig aufgrund wenig motiviertem Defensivverhalten der Wikingerinnen gelungen 5 Tore zu erzielen. Dieses Mal reichte es zu noch weniger Chancen und nur zu einem Ehrentreffer auf Leipziger Seite. Aber auch hier wurden viele Chancen nicht genutzt. Gerade im ersten Abschnitt wurden klare und klarste Chancen unkonzentriert vergeben. Am Ende bleibt ein Klassenunterschied einer Tordifferenz von 17 Toren Unterschied. Im 2. Spiel traf man dann auf eine stark verbesserte Wernigeröder Mannschaft. Im ersten Aufeinandertreffen ging das Spiel noch 19:2 aus. Dieses Mal war Wernigerode etwas stärker besetzt als zu ihrem Heimspieltag. Es entspann sich von Anfang an ein durchaus schnelles kombinationsreiches Spiel auf beiden Seiten, wobei Grimma auch hier deutliche Vorteile bei den herausgespielten Chancen hatte. Das 4:0 Halbzeitergebnis war auch eher eine glückliche Fügung für die Red Devils, aber die Harzstädterinnen hätten durchaus das eine oder andere Tor erzielen können.

In der 2. Hälfte ließ dann Wernigerode etwas im läuferischen Bereich nach. Grimma, erneut mit 3 Linien agierend, zog sein laufintensives Spiel durch. Die Passfolgen wurden besser, so dass man im zweiten Abschnitt dann 3 Tore mehr erzielen konnte. Die Harzstädterinnen belohnten sich mit 2 Ehrentreffern, so dass aus einer Tordifferenz von 17 im ersten Spiel nun 9 wurde. Gleichwohl führt Grimma in der Regionalliga punktgleich mit dem SSV Heidenau die Tabelle ungeschlagen an.

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In 2 Wochen findet erneut ein Regional-Kleinfeldspieltag statt. In Chemnitz treffen dann die Grimmaerinnen auf die Gastgeber der Floor Fighters und auf den USV TU Dresden. In der Damen-Bundesliga kommt es dann am 17.11.2018 um 20:00 Uhr zum Showdown. Das Classico gegen den UHC Sparkasse Weißenfels steht dann zur Primetime an.

1.FBL Damen
MFBC Grimma gegen FC Stern München        11:2 (2:0, 5:0, 4:2)

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Regionalliga Damen Kleinfeld
MFBC Grimma gegen MFBC Leipzig            18:1 (7:0, 11:1)
MFBC Grimma gegen Red Devils Wernigerode 11:2 (4:0, 7:2)

 

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