Einblicke in die Grimmaer Wasserwelt

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Foto: OEWA

Grimma. Der Versorgungsverband Grimma-Geithain und die OEWA laden ein, sich zum Tag des Wassers am 22. März zum Thema „Wasser und Arbeitsplätze“ zu informieren. 

Aha, Pumpe 3 ist defekt. Nein, ist sie nicht. Aber Herbert Scheller würde das vermutlich schneller merken, besser hören, als sein Handy Alarm schlagen kann. Scheller, gelernter Schlosser, ist seit 1984 mit dem Wasser verbunden. Ein Beruf, der ihm immer viel Freude gemacht hat. Bis heute. „Das hier ist keine Fließbandarbeit, nicht monoton, jeder Tag ist anders.“

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Wie der Tag des Wassers am 22. März. Für den 63-jährigen Mitarbeiter der OEWA Wasser und Abwasser GmbH in Grimma ein willkommener Anlass, seine Arbeitswelt zu präsentieren. Er freut sich vor allem auf die Kinder, die im Wasserwerk vorbeischauen wollen und hoffentlich viele Fragen stellen werden. Scheller hat das Schauwasserwerk gerade noch einmal auf Herz und Nieren geprüft. „Damit ich zeigen kann, womit wir es hier zu tun haben.“ Das mache sich am Modell einfach besser, weiß er aus der Erfahrung vieler Weltwassertage.Das Modell haben die Kollegen vor Jahren gemeinsam gebaut, um anschaulich darzustellen, wie aus dem Rohwasser Eisen und Mangan gefiltert werden oder warum zum Beispiel Sauerstoff eingeblasen wird. Und ordentlich sprudeln kann das Lebensmittel Nummer 1 im Schauwasserwerk auch. Sichtbar. „Hier“, verweist Scheller auf die vielen Rohrleitungen und Behälter im 1993 gebauten Wasserwerk Grimma, „sieht man doch keinen Tropfen Wasser.“ Das kühle Nass ist im Verborgenen. Die Besucher werden deshalb wie so oft das Wasser im Wasserwerk suchen. Und Herbert Scheller, der nächstes Jahr in den Ruhestand geht, will ihnen gern helfen, es zu finden.

OEWA AW Probe Sebastian Seydel 2Einen ganz anderen Arbeitsplatz hat Sebastian Seydel. Sein Tag fängt um 7:00 Uhr an. Was dann beim Betreten der Kläranlage Grimma auf den jungen Mann wartet, weiß er fast nie. Das hänge nicht zuletzt davon ab, wie die Nacht verlaufen sei, ob zum Beispiel eine Pumpe defekt ist und schnellstmöglich repariert werden muss, sofern der Bereitschaftsdienst das nicht schon erledigt hat.

Seydel ist 22 und gelernte Fachkraft für Abwassertechnik. Ja, schmunzelt er, das sei kein Beruf, wonach sich die Jugend reiße. Verstehen kann er das nicht. „Wir haben hier extrem viel mit Technik zu tun. Wir müssen verstehen, was bei der Abwasserbehandlung passiert. Wenn zum Beispiel zu viele Bakterien in der Belebung sind oder zu wenige. Wenn Grenzwerte überschritten werden. Oder mir dem Schlammvolumen etwas nicht stimmt.“ Facetten eines Berufes, der für ihn der richtige ist.Er findet es gut, dass der „Tag des Wassers“ in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ steht. Er wünscht sich, dass die Besucher neugierig auf die Arbeit der OEWA im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain werden. Und damit auf seine. „Na klar riecht man auf der Kläranlage auch mal was“, betont er, „aber dann ist meistens etwas faul.“ Was er an seiner Arbeit schätzt? „Die Abwechslung.“ Seydel, gerade auf dem Weg zum Vorarbeiter, hofft, dass er und seine Kollegen am 22. März genau diese Abwechslung ihrer Berufswelt darstellen können.

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Der Tag des Wassers in Grimma:

Wer Lust hat, die Wasserwelt ein bisschen näher kennenzulernen, ist am Tag des Wassers bei Herbert Scheller und Sebastian Seydel und natürlich bei allen anderen OEWA-Mitarbeitern in den besten Händen. Vor allem im Wasserwerk gibt es eine Menge zu entdecken: Kinder können hier zum Beispiel Ansteck-Button basteln oder mit Wasser experimentieren, die Wasserbar lädt ein, Trinkwasser zu genießen, es gibt Informationen zur Ausbildung bei der OEWA Wasser und Abwasser GmbH und einen kleinen Imbiss. Außerdem wird auf dem Gelände des Wasserwerks, wo sich auch ein Abwasserstützpunkt befindet, die moderne Kanalspültechnik präsentiert. Und natürlich gibt es sowohl im Wasserwerk als auch auf der Kläranlage Führungen.

Offene Türen am 22. März, in Grimma, von 10:00 bis 16:00 Uhr, im Wasserwerk (Waldwinkel 4) und auf der Kläranlage (Zum Bahndamm)

Hintergrund: Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH unterstützt Kommunen, Zweckverbände, Privathaushalte, Industrie- und Gewerbeunternehmen bei allen Aufgaben rund um die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das in Leipzig ansässige Unternehmen gehört zur Veolia-Gruppe, die Lösungen für die Bereiche Wasser-, Abfall- und Energiemanagement im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kommunen und der Wirtschaft anbietet, und hält Beteiligungen an der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, der OTWA Ostthüringer Wasser und Abwasser GmbH, der TVF Waste Solutions GmbH, der Stadtwerke Görlitz AG und der Stadtwerke Weißwasser GmbH.Deutschlandweit versorgt die OEWA zusammen mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im kommunalen Auftrag mehr als 800 000 Einwohner mit Trinkwasser, betreibt kommunale Kläranlagen und Abwassernetze mit einer Anschlusskapazität von über einer Million Einwohnerwerten sowie betreibt acht Schwimmbäder. Darüber hinaus ist das Unternehmen Dienstleister in der Wasserwirtschaft für Industrieunternehmen wie zum Beispiel Naabtaler Milchwerke, Spreewaldhof Golßen und Papierfabrik Schoellershammer.

Im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG) sichert die OEWA als Betriebsführer seit 1999 die Trinkwasserversorgung von rund 74 800 Einwohnern in der Region. Außerdem behandelt der Dienstleister die Abwässer von rund 54 300 Menschen in den 36 kommunalen Kläranlagen der Region umweltgerecht. Die OEWA hält 49 Prozent der Geschäftsanteile der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH. Mehr Informationen unter www.oewa.de und www.veolia.de.

Quelle: PM OEWA

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