Modernisierungen im Westring abgeschlossen

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Grimma. Bereits im Jahr 2008 begann die Wohnungsgenossenschaft Grimma eG, das Wohngebiet „Westring“ entsprechend dem Bedarf ihrer Mitglieder und Interessenten umfassend umzubauen.

Als Schwerpunkte wurden dabei die Nachrüstung der fehlenden Balkone, die Verminderung bestehender Barrieren, die Umsetzung energetischer und sicherheitsrelevanter Aspekte sowie die Neugestaltung der zentralen Freifläche und die Sanierung der öffentlichen Wege festgelegt. Zudem sollten künftig einige neue Wohnungstypen sowie eine höhere Ausstattung in vielen Wohnungen zur Aufwertung des Wohngebietes beitragen, für das selbstverständlich auch ein modernes Aussehen geplant war. Zum Ende des Jahres 2015 wurde dieses umfangreiche Vorhaben im Wesentlichen abgeschlossen.

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Westring 1990er JahreIn den Jahren 2008 und 2009 wurden die ersten beiden Wohngebäude mit insgesamt 130 Wohnungen saniert. Danach ließ sich bereits das künftige Erscheinungsbild des gesamten Wohngebietes erahnen. Im Jahr 2011 erhielten dann auch die Gebäude der beiden Wohnungseigentümergemeinschaften mit ihren insgesamt 180 Wohnungen eine entsprechende „Kosmetik“, so dass lediglich noch ein „teilsaniertes Gebäude“ übrig blieb, der „Westring 2-16“.

Hier wurde der nächste Schritt der bedarfsgerechten Anpassung des genossenschaftlichen Wohnungsbestandes vollzogen und 2013 erstmalig mit dem Bau von altersgerechten Wohnungen begonnen. Diese Maßnahme fand in diesem Jahr mit dem Umbau des Teilgebäudes „Westring 2-8“ ihre abschließende Fortsetzung.

In den Eingängen „Westring 4 und 8“ wurden die bisherigen 3-Raum-Wohnungen zu alters-gerechten 2- und 3-Raum-Wohnungen umgebaut. Die neuen Wohnungen verfügen nunmehr über ein großes komfortables Bad mit ebenerdiger Dusche und eine geräumige Wohnküche mit großem Eckfenster. Sie sind ebenso wie die jeweilige Nachbarwohnung barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Dieser hält auf jeder Etage und fährt ebenso den Kellerbereich an.

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Westring 23 31Auch der energetische Aspekt spielte bei der Sanierung des gesamten Teilgebäudes wieder eine wichtige Rolle. Die bisherige Ein-Rohr-Heizungsanlage wurde modernisiert. Durch die Umstellung auf eine Zwei-Rohr-Heizungsanlage und die damit geänderte Leitungsführung werden der thermische Aufwand für die Gebäudeheizung sowie der elektrische Aufwand für die Pumpen reduziert. „Das wird für unsere Mieter in einer Einsparung von Endenergie münden und sich damit auch positiv auf die jährlichen Heizungskosten auswirken.“ heißt es seitens der Wohnungsgenossenschaft Grimma EG.

Selbstverständlich verfügen jetzt auch alle Wohnungen über einen Balkon. Insbesondere die nachgerüstete Variante erfreut sich aufgrund ihrer etwas größeren Abmessung entsprechender Beliebtheit.

IMG 1244Im Zuge der durchgeführten Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten rückte auch der Sicherheitsaspekt weiter in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Deshalb wurden zwischenzeitlich alle fünf Gebäude mit einer neuen komfortablen Schließanlage ausgestattet sowie mit dem Austausch der alten Kellertüren durch Metalltüren begonnen. Ebenso erfolgte be-reits in drei Wohngebäuden die Verlegung der Elektro-Kleinverteiler in die jeweiligen Wohnungen und die anschließende malermäßige Instandsetzung der betreffenden Treppenhäuser.

Wenngleich witterungsbedingt noch kleinere Restarbeiten ausstehen und ein Teil der beschriebenen sicherheitserhöhenden Arbeiten planmäßig in die kommenden Jahre eingeordnet sind, lässt sich ein sehr positives Fazit für das Wohngebiet „Westring“ ziehen.

In den zurückliegenden acht Jahren wurden alle fünf Gebäude mit ihren insgesamt 345 genossenschaftlichen Wohnungen zeitgemäß aufgewertet und dabei insbesondere auch die künftigen Anforderungen der älter werdenden Mitglieder und Mieter berücksichtigt. Allein elf Außenaufzüge und 200 neue großzügige Balkone untermauern dies von außen. Aber auch im Gebäudeinneren wurden viele Bäder mit Duschen ausgestattet und die ehemals monotonen Gebäudestrukturen durch völlig neue Wohnungstypen ergänzt. Dadurch reicht das Wohnungsangebot heute von der 1-Raum-Wohnung mit und ohne Außenaufzug bis zur 5-Raum-Wohnung mit zwei Balkonen. Alle Gebäude präsentieren sich einheitlich farbenfroh und auch das unmittelbare Umfeld kann sich mit der parkähnlich gestalteten zentralen Frei-fläche und den integrierten zusätzlichen Pkw-Stellplätzen sehen lassen.

Scannen0039Rund 5,0 Mio. Euro wurden in die Modernisierung und Sanierung des gesamten Wohngebietes investiert, etwa 60 % davon aus Eigenmitteln der Genossenschaft. Viele Mitglieder und Interessenten des Westrings schätzen neben den modernen, sanierten Wohnungen auch die gute Infrastruktur mit Kindergarten, Schule und einem Versorgungszentrum in unmittelbarer Nähe. Das spiegelt sich mittlerweile auch in einer sehr guten Vermietungsquote wieder, die zum Jahresende 2015 bei etwa 97 % lag. Verglichen mit den Leerstandszahlen vom Februar 2008 ist hier eine Verbesserung von etwa 15 % zu verzeichnen, was die Richtigkeit wie auch die Notwendigkeit der baulichen Maßnahmen nochmals unterstreicht.

Die Wohnungsgenossenschaft bedankt sich auf diesem Wege bei allen Mitgliedern und Mietern, die das Bauvorhaben trotz zeitweiliger Einschränkungen mit viel Geduld ertragen haben und hoffen, dass das Geschaffene von allen erhalten und gepflegt wird. Der Dank gilt natürlich auch allen beteiligten Firmen und Unterstützern des Projektes, welche erstmalig in Form einer entsprechenden Giebelgestaltung am „Westring 2“ nachhaltig zum Ausdruck gebracht werden. Der Entwurf wurde vom Leipziger Architekturbüro Haberbeck erarbeitet, das die Umbauarbeiten von der ersten Stunde an aktiv begleitet hat und damit maßgeblich das heutige Gesicht des neues Wohngebietes „Westring“ mit geprägt hat.

Quelle und Fotos: Wohnungsgenossenschaft Grimma EG

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