Biotonne kommt!

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Symbolbild/pixabay

Landkreis Leipzig. Der Kreistag beschloss am Mittwoch, dass Bioabfälle ab dem Jahr 2020 getrennt werden müssen. Das sorgt für Kritik.

Bioabfälle sind zu schade für die Restmülltonne, denn nicht nur wertvoller nährstoffreicher Kompost entsteht am Ende der Verwertung sondern auch die Produktion von sauberer Energie. Aus diesem Grund sieht die Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfällen vor. Ab dem Jahr 2020 wird deshalb auch der Landkreis Leipzig die Biotonne einführen.

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Zur Vorbereitung startete ein Pilotprojekt in der Stadt Rötha, das am 1. September 2018 startete und ein Jahr andauern wird. Rötha stelle dabei eine repräsentative Region für das Abfallaufkommen im Landkreis Leipzig dar, teilte die KELL im Mai mit. Die Bürger in Rötha bekamen dazu eine 120-Liter-Bioabfalltonne, in die Küchen- und Grünabfälle hygienisch und bequem entsorgt werden sollen. Die Tonne wird 14-täglich entleert.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des Pilotprojektes wollen wir in einen regen Erfahrungsaustausch treten um dann bei der landkreisweiten Einführung der Biotonne, die Benutzung so einfach und bürgernah wie möglich gestalten zu können.„, so die beiden Geschäftsführer der KELL GmbH, Jens Adam und Jens Meissner damals.

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Der Kreistag in Borna gab am Mittwochabend nach einer hitziger Debatte mehrheitlich grünes Licht für die flächendeckende Einführung der Biotonne ab 2020. Eine Alternative gäbe es laut Landrat Henry Graichen (CDU) nicht. „Der Landkreis ist dazu gesetzlich verpflichtet.“ Der Landkreis müsse die Einführung im Vorfeld planen, wofür die Beschlussfassung die Grundlage  sei, hieß es seitens des Landratsamtes.

Die Mitglieder der Unabhängige Wählervereinigung (UWV) waren über den gestrigen Ablauf der  Kreistagssitzung nach eigenen Aussagen entsetzt. „Unser Antrag den Entwurf zurück in den Ausschuss zu geben, um Bürgermeinungen einzubeziehen, Freiwilligkeit anstatt Pflicht und um die Bedingungen für die Befreiung zu verbessern, wurde von der Mehrheit der Kreisräte arrogant abgelehnt. Obwohl das Modellprojekt in Rötha gerade erst begonnen hat und es sogar per früheren Beschluss festgeschrieben ist, dass bei Einführung der Biotonne die Ergebnisse und Bürgerfragen berücksichtigt werden sollen und obwohl Bürger in der Fragestunde auch um Zurückweisung in den Ausschuss gebeten haben. All das viel, bei der Mehrheit, nur auf taube Ohren.“ so Fraktionsvorsitzende der UWV Ute Kniesche.

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Mit der Einführung steigen auch die Gebühren: Wer nicht selbst kompostiert, hat für die Biotonne deutlich tiefer in die Tasche zugreifen. Die Festgebühr strigt von derzeit 21,89 Euro pro Einwohner ab 1. Januar 2020 auf 45,23 Euro nach oben. Wer sich vom Anschlusszwang befreien lässt, weil er selbst kompostiert, zahlt künftig 27,59 Euro. Bereits ab 1. Januar 2019 erhöht sich die Festgebühr für alle auf 23,84 Euro.

 

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