Tag des offenen Denkmals in Grimma

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Archivbild

Grimma. Wenn am Sonntag, 9. September Tag des offenen Denkmals ist, gewähren zum nunmehr 25. Mal 18 historische Gebäude spannende Einblicke.

Im Jubiläumsjahr steht der Tag dieses Mal bundesweit unter dem Motto: „Entdecken, was uns verbindet”. Grimmas Denkmalliste ist beeindruckend lang. Über 1.200  Häuser, Steine oder Brunnen füllen das Register – rund 450  allein in der Altstadt -, ganze Dörfer, Biotope und Landstriche unterliegen dem Denkmalschutz. Befragt man Grimmas Geschichte wird man Erstaunliches feststellen. Mehr als 30  Herrenhäuser und Schlösser sind über die gesamte Gemeinde verteilt. Führungen gewähren spannende Einblicke. Speziell zum Tag des offenen Denkmals gibt es um 11.00 Uhr eine kostenfreie Führung mit dem Steinmetz durch das „Dorf der Baumeister“ Kössern. Ein Faltblatt zum Tag des offenen Denkmals ist in der Stadtinformation am Markt 23 erhältlich.

Übersicht:
„Bärenburg“ und Alinepark, Colditzer Weg, Grimma (11.00 bis 14.00 Uhr)
Den romantischen Park mit künstlicher Ruine an der Hängebrücke und unterhalb der Gattersburg stellt Dr. Aline Hanschmann in der Zeit von 11.00-14.00 Uhr Interessierten vor. Eine künstliche Ruine, eine Grotte, Jugendstilmalereien und zahlreiche exotische Bäume und Gehölze machen den Park zu einem besonderen Platz.

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Kräutergewölbe, Markt 2, Grimma (11.00-14.00 Uhr)
Entdecken Sie den ältesten Gasthof Grimmas aus dem Jahr 1536 mit Lutherstube und verborgener Vogtei aus Zeiten  der Stadtgründung. Führung: zu jeder vollen Stunde mit Ekkehard Zeugner

Husarenwache, Markt 27, Grimma (15.00-17.00 Uhr)
In der ehemaligen Wachstube der Husaren, einem Rathausanbau, befindet sich heute die Rathausgalerie mit einem beeindruckenden Tonnengewölbe. Besuchen Sie die Ausstellungsräume der Galerie und erfahren Sie mehr über die Architektur des knapp 500 Jahre alten Rathauses.

Klosterkirche, Klosterstraße, Grimma (13.00-17.00 Uhr)
Der entkernte Sakralbau ist Sachsens erste Bettelordenskirche. Martin Luther bezeichnete sie als Brustbrecher. Nach 1550 wurde die Augustinerkirche von der benachbarten Fürsten- und Landesschule genutzt. Heute dient sie der Stadt als Veranstaltungshalle.

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Mädchenschule, Paul-Gerhardt-Straße 43, Grimma (10.00-17.00 Uhr)
Das Kreismuseum am Standort der ersten Grimmaer Mädchenschule wurde 1901 gegründet. Es zeigt Stadtentstehung mit Handel,  Handwerk, Kirchen und Klöstern, die städtische Lebensweise, die Geschichte der dritten sächsischen Landesschule  und gibt Einblick in verschiedene Kleinbetriebe der Stadt  sowie in den Alltag des Grimmaer Husarenregiments. Besichtigen Sie auch die Sonderausstellung „Gewerbeausstellung in Grimma 1908“ – Handwerk und Handel zeigen  ihr Können.

Stadtgut, Leipziger Straße 5, Grimma (15.00-17.00 Uhr)
Der Wohnturm um 1250, umgebaut etwa 1460, wird durch den Geschichts- und Altertumsverein Grimma e. V. genutzt. Entdecken Sie die wertvolle Puppenstubensammlung, Fotoausstellung zu Muldenhochwassern, „Die Vielfalt der Plätte“  – eine Zeitreise zur Entwicklung des Bügeleisens.

 

Frauenkirche, Frauenkirchhof, Grimma (10.00-18.00 Uhr)
Um 1180 begann der Bau der doppeltürmigen romanischen Westfront der allseits prägenden Stadtkirche. Daran schließt sich die 1239 fertig gestellte gotische Basilika an. Sehenswert sind der spätgotische Flügelaltar sowie romanische und gotische Kapitelle aus Rochlitzer Porphyrtuff, Turmführungen werden angeboten.

„St. Georgenkapelle“,  Leisniger Straße, Grimma (14.00-17.00 Uhr)
Die Kapelle gehörte zum St.-Georgen-Hospital, das als Unterkunft für Aussätzige, später für arme Leute, vor allem Frauen, diente. Besuchen Sie die Ausstellung „Porträts und  mehr“ – Malerei und Grafik von Andreas Leister aus Weida.

Göschenhaus, Schillerstraße 25, Grimma (10.00-17.00 Uhr)
Ehemaliger Landsitz des Klassikerverlegers Georg Joachim  Göschen. Heute ist es ein Museum mit dem einzigen erhaltenen klassizistischen Privatgarten in Sachsen.  Zudem wird im Haus an Johann Gottfried Seume gedacht,  welcher sich von Grimma aus nach Syrakus aufmachte. Tipp: 15.00 Uhr findet im Kaminzimmer bei Kerzenschein  eine musikalische Lesung mit Ines Hommann statt:  „Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und  traulich…“

Schlossanlage Döben, Schloßstraße, Grimma-Döben (10.00-18.00 Uhr)
Im frühen 10. Jahrhundert wurde das eroberte slawische Siedlungsgebiet durch eine Reihe deutscher Burgwarde entlang der Mulde befestigt. In königlichem Auftrag sicherten die Döbener Burggrafen einen alten Muldenübergang. Lassen Sie sich die Historie in Bildern veranschaulichen und  genießen Sie dazu Kaffee sowie Kuchen. Führung: 16.00 Uhr

Wilhelm Ostwald Park, Grimmaer Straße 25 Grimma (10.00-17.00 Uhr)
Die einstige Wohn- und Wirkungsstätte des Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald vereint heute ein Museum im Haus Energie mit der original erhaltenen Bibliothek und ein Tagungszentrum in den verschiedenen Häusern Glückauf,  Werk und Waldhaus. Das Museum beherbergt eine einzigartige Sammlung aus Objekten von und über den Chemiker  und Universalgelehrten Wilhelm Ostwald. Die mobile Saftpresse besucht die Streuobstwiese im Wilhelm Ostwald Park. Alle Kinder können auf unserer Streuobstwiese Äpfel sammeln, die dann gewaschen, zerkleinert und anschließend zu Saft gepresst werden. Bis 16.00 Uhr hat jeder Hobbygärtner die Möglichkeit, seine eigenen Äpfel, Quitten oder Birnen mitzubringen und diese vor Ort pressen zu lassen.

Wassermühle Höfgen, Höfgener Dorfstraße 8, Grimma-Höfgen (10.00-17.00 Uhr)
Die Getreidemühle mit oberschlächtigem Wasserrad, funktionierender Mühlentechnik, Backofen, Müllerwohnung  usw. wurde erstmals im kursächsischen Mühlenverzeichnis  von 1721 erwähnt. Seit 1976 ist sie eine technische Schauanlage mit musealer Einrichtung. Hinter der Mühle befindet  sich ein Kräutergarten.

Schiffmühle Höfgen, Zur Schiffsmühle, Grimma-Höfgen (12.00-16.00 Uhr)
Die Sonderform der wassergetriebenen Mühlen starb Ende des 19. Jahrhunderts in Folge des Wiener Kongresses auf  den mitteleuropäischen Flüssen schrittweise aus. In Höfgen  fand sich eine Gruppe interessierter Experten, die das in  Vergessenheit geratene Prinzip dieser Mühlentechnologie  aufgriff und zu einem modernen Bewässerungssystem an  der Mulde umnutzte.

Dorfkirche Höfgen, Höfgener Dorfstraße, Grimma-Höfgen (14.00-17.00 Uhr)
In ihrer gedrungenen Form ist die Kirche einzigartig in  Sachsen. Im Inneren ist sie im bäuerlichen Barock gestaltet.

Denkmalschmiede Höfgen, Teichstraße 12, Grimma-Kaditzsch (16.00-18.00 Uhr)
Der Vierseithof aus dem 17. Jahrhundert beherbergt heute  nach einer Vielzahl an Umbauten ein Hotel, Veranstaltungsräume und Projekträume. Eine stilvolle Architektur und  zeitgenössische Kunst, verbunden mit modernem Komfort  geben dem Künstlerhaus eine besondere Note. Führung: 16.00 Uhr

Paltrockwindmühle Schkortitz, Anfahrt über Schmiedeberg Grimma-Schkortitz  (11.00-17.00 Uhr)
Rekonstruierte Paltrockwindmühle aus Wurzen-Roitzsch. Sie wurde im Innenleben auf den Ursprungszustand der  ehemaligen Errichtung als Bockwindmühle wieder mit einem Windantrieb mit Mahlgang aufgebaut. Nun wird mit  Windkraft Dinkel gemahlen, was als Vollkornmehl zum Bäcker zum Backen gebracht wird. Ein Teil der  zwischendurch installierten Maschinen sind zur Ansicht  aufgestellt. Versorgung mit Kaffee, Kuchen und kalten Getränken. Führung: Gunter Hantschmann führt bei entsprechender  Besucheranzahl

Rittergut Kössern, Zum Kösserner Rittergut 9, Grimma-Kössern (10.00-18.00 Uhr)
Das Rittergut Kössern blickt auf eine knapp 500-jährige Geschichte zurück. Besonders die vergangenen Jahre haben dem Rittergut zu neuem Glanz verholfen. Im Hofladen  und auf dem Freisitz im Innenhof können Sie Kraft tanken.  Namhafte Vorbesitzer verhalfen Kössern zum Beinamen  „Dorf der Baumeister“. In diesem Jahr kann der sanierte, historische Schlossgarten  besichtigt werden. Speziell zum Tag des offenen Denkmals gibt es um 11.00 Uhr eine Führung mit dem Steinmetz, Rudolf Brendel, durch das „Dorf der Baumeister“ Kössern. Die Führung ist kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Voranmeldung über die Stadtinformation Grimma, Tel.: 03437/ 98 58 285 oder per E-Mail: stadtinformation@grimma.de erforderlich.

Jagdhaus Kössern, Kösserner Dorfstraße 1 Grimma (10.00-17.00 Uhr)
Das Jagdhaus Kössern gilt als Kleinod der barocken Baukunst. Es wurde im Jahre 1709 unter der Bauherrschaft  Wolf-Dietrich von Erdmannsdorff, Oberhofjägermeister  und Ältestenminister des Kurfürsten August „des Starken“,  errichtet und diente als Rahmen für die beliebten herrschaftlichen Jagdgesellschaften. Die reich bemalte Fassade, der Festsaal mit Kaminen und Deckengemälden zeugen  vom barocken Glanz. Im romantischen Jagdhausgarten mit  Streuobstwiese steht eine gedeckte Kaffeetafel bei schönem Wetter bereit.13 Uhr auch die Ausstellungseröffnung „Kösserner  Bildergeschichten“ – Malerei von Karl-Heinrich Vogel. Dr. med. Karl-Heinrich Vogel, 1942 in Leipzig geboren, heute wohnhaft in Kössern, ist als Maler Autodidakt. Seine zumeist kleinformatigen, stimmungsvollen Ölgemälde zeigen die Orte und Plätze unseres Heimatdorfes, das unmittelbare Wohnumfeld in einer Momentaufnahme aus vergangenen Tagen. Geschichtsrecherchen, alte Dokumente und die Erzählungen Alteingesessener inspirierten den Künstler zu seiner Malerei. Geschichte wird mit diesen Bildern erlebbar. Räume sind wiedererkennbar. Die musikalische Begleitung wird Jürgen Heidecker, ebenfalls aus Kössern, übernehmen. Bei schönem Wetter lädt der Verein „Das Jagdhaus e. V.“ zu Kaffee und Kuchen in den Jagdhausgarten ein. Führung: zur vollen Stunde

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