Wurzener Citymanager bleiben im Gespräch

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Symbolbild/pixabay

Wurzen. Kann eine Innenstadt mit kreativen Angeboten belebt werden? Können Schaufenster online gehen? Passen alternative Wohnformen in eine Kleinstadt? Diese Themen und mehr wollen die Wurzener Citymanager am 19. Juni im Schweizergarten beim „Stadtgespräch“ diskutieren.

Seit Jahresbeginn ist das Quartett in der Muldestadt unterwegs. Im Auftrag der Stadtverwaltung nehmen die Fachleute dabei die Ostvorstadt und die Innenstadt genau unter die Lupe. Diese beiden Stadtteile sind Gebiete der Städtebauförderprogramme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und „Soziale Stadt“ und sollen als Standorte für Handel und Wohnen aufgewertet werden.

In der Ostvorstadt sind wir mit der Bestandsaufnahme fertig und können jetzt mit konkreten Projekten loslegen“, informiert Michael Stellmacher, Mitglied des Teams. Als nächster Schritt werde Kontakt zu den Eigentümern leerer oder sanierungsbedürftiger Gebäude aufgenommen. Ziel sei es, zu erfahren, welche Vorstellungen die Eigentümer über die künftige Nutzung haben. Hier wollen die Citymanager auch neue Impulse geben und über die Möglichkeiten der Förderung als auch alternative Modelle der Gebäudenutzung wie das AusBauHaus oder kooperative Wohnformen informieren.

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Zeitgleich macht sich das Quartett auf, ins zweite Stadtquartier, die Innenstadt. Der Bestand sei auch hier bereits aufgenommen. Hinsichtlich der Nutzung eine Ist-Analyse zu erstellen, werde indes aufwändiger als in der Ost-Vorstadt. „Es ist hier schwerer zu erkennen, was wirklich leer steht oder bereits anders als für ein Geschäft genutzt wird“, so Michael Stellmacher. Eine Übersicht wird es dennoch geben und auch hier stehen Gespräche mit den Eigentümern an. Zugleich machen die Citymanager deutlich, dass sie Ideen, die es in Wurzen bereits gegeben hat, aufgreifen wollen.

Ein Beispiel dafür sei das „digitale Schaufenster“. Im Visier haben die Experten indes nicht nur verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch die Nutzer selbst. Hierfür sind sie insbesondere in Leipzig unterwegs und machen dort u.a. mit Info-Veranstaltungen Lust auf Wurzen. „Es wird aber nicht nur geredet. Zum Tag der Städtebauförderung am 05. Mai 2018 haben wir einen Rundgang durch Wurzen gemacht und Interessierten die Potenziale von Wurzen aufgezeigt. Dabei ging es auch zur Leuchtenmanufaktur, wo künftig freie Räume für Ateliers, Co-working und nicht störendes Gewerbe entstehen sollen. Sie wird auch im Wurzener Stadtgespräch eine Rolle spielen, wo wir den Eigentümer selbst für die Gesprächsrunde „Kultur- und Kreativwirtschaft“ gewinnen konnten. Daneben wird es im Stadtgespräch außerdem um die Themen Einzelhandel und Wohnen gehen. Es lohnt sich also den 19. Juni 2018 um 18.30 Uhr im Kalender zu vermerken. Gemeinsam wollen wir hier über die Potenziale, die Leerstand in Kleinstädten für Gewerbe, Kultur und Wohnen birgt, sprechen und zugleich Raum zum sich Kennenlernen und Vernetzen ermöglichen.“, gibt Jana Fischer einen Ausblick. Um eine Anmeldung wird bis zum 11. Juni 2018 gebeten. Die Citymanager sind zu erreichen unter:  citymanager@wurzen.de, Tel: 03425 8560-148

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