Start Nachrichten Landkreis Vollsperrung bei Klinga: Wichtige Verbindung zur A14 wird ab November dicht

Vollsperrung bei Klinga: Wichtige Verbindung zur A14 wird ab November dicht

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Foto: Veolia

Klinga. Autofahrer müssen sich ab Anfang November auf eine wichtige Straßensperrung bei Klinga einstellen.

Die Staudnitzstraße zwischen dem Ortsausgang und der Auffahrt zur Autobahn 14 soll ab 2. November 2026 voll gesperrt werden. Voraussetzung ist, dass die verkehrsrechtliche Anordnung bis dahin vorliegt. Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) erneuern dort auf rund 620 Metern Länge die Trinkwasserleitung.

Von der Sperrung betroffen ist der Bereich der Staudnitzstraße zwischen den Hausnummern 1 und 9. Eine mit dem Landkreis Leipzig abgestimmte Umleitung soll ausgeschildert werden. Die Anwohner werden vor Beginn der Arbeiten nochmals über den konkreten Starttermin informiert.

Für Autofahrer bedeutet die Maßnahme eine deutliche Einschränkung auf der wichtigen Verbindung zwischen Klinga und der A14. Fahrräder können die Straße nach Angaben der KWW während der Bauarbeiten weiterhin nutzen.

Rund 300.000 Euro werden investiert

Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain investieren rund 300.000 Euro in die Erneuerung des Trinkwassernetzes. Auftragnehmer ist die Erdmann Bau GmbH aus Mügeln, die sich im Ausschreibungsverfahren mit dem wirtschaftlichsten Angebot durchgesetzt hatte.

Am 23. Oktober fand in Klinga die offizielle Bauanlaufberatung mit den Beteiligten statt.

Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt, damit ein Teil der Strecke möglichst schnell wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Der erste Bauabschnitt soll planmäßig am 18. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Damit soll die Verbindung über die Staudnitzstraße zur Autobahn noch vor Weihnachten wieder befahrbar sein.

Der zweite Bauabschnitt ist abhängig von der Witterung für Anfang 2027 vorgesehen. Dieser soll dann ohne Einschränkungen für den fließenden Verkehr umgesetzt werden.

Neue Leitung wird unter der Straße hindurchgeführt

Die Straßenoberfläche muss für die Arbeiten nicht vollständig geöffnet werden. Die neue Trinkwasserleitung wird im sogenannten Horizontalspülbohrverfahren unterirdisch verlegt.

Dabei werden etwa alle 50 Meter Start- und Zielgruben angelegt. Von dort aus kann die neue Leitung mit entsprechender Maschinentechnik unter der bestehenden Straßenoberfläche hindurchgezogen werden. Der Asphalt muss dadurch nicht großflächig aufgebrochen werden.

Höherer Trinkwasserbedarf rund um die A14

Grund für die Arbeiten ist nicht allein das Alter der bestehenden Graugussleitung. Auch der steigende Wasserbedarf im Gebiet spielt eine wichtige Rolle. Nach Angaben von Kerstin Härtel, Geschäftsführerin des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG), sorgen bereits erfolgte und angekündigte Gewerbeansiedlungen auf beiden Seiten der Autobahn für einen höheren Trinkwasserbedarf. Die neue Leitung wird deshalb mit einem größeren Querschnitt als die bisherige Leitung gebaut. Über einen Wasserlieferungsvertrag zwischen dem VVGG und dem Eigenbetrieb Wasserversorgung der Stadt Naunhof wird über die neue Leitung zudem die Trinkwasserversorgung des Naunhofer Ortsteils Ammelshain abgesichert.