FC Grimma: Erfolgreiches Testspiel

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Symbolbild/pixabay

Wilsdruff. Im letzten Testspiel vor dem Sachsenliga-Nachholspiel gegen Kickers Markkleeberg hat der FC Grimma einen klaren Sieg errungen. Zwar behielten die Wohllebe-Schützlinge beim Landesklassisten SG Motor Wilsdruff klar mit 5:1 (3:1) die Oberhand, doch war auch in dieser Begegnung längst nicht alles Gold was glänzt.

Ein frühes Gegentor musste herhalten, um den Sachsenligisten erst einmal aus dem tiefen Winterschlaf zu wach zu küssen, weiterhin ließ man vor dem gegnerischen Tor erneut eine ganze Reihe hochkarätiger Möglichkeiten liegen. Letztlich wurde das Resultat zwar standesgemäß, doch gibt es in der kommenden Woche bezüglich dieser Partie von Trainerteam noch einige Sachen anzusprechen. Ziel für die kommenden Aufgaben muss es sein, die jeweiligen kompletten 90 Minuten mit vollster Konzentration anzugehen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und vor allem im Torabschluss viel konsequenter zu agieren. Die Markkleeberger Kickers, welche am kommenden Samstag um 13.30 Uhr zum Nachholspiel im Grimmaer Stadion der Freundschaft gastieren, werden ein anderer Gradmesser und verstehen diese Nachlässigkeiten viel kaltschnäuziger zu nutzen. Einen erneuten Fehlstart, wie bei der 0:3-Auftaktpleite in Markkleeberg erlitten, möchten die Muldestädter diesmal auf jeden Fall vermeiden. Demzufolge ist jeder Einzelne gefordert, sein komplettes Leistungsvermögen auch dementsprechend abzurufen. Alles andere kann böse Folgen nach sich ziehen.

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Erneut längst nicht in Bestbesetzung auflaufend, verschliefen die Grimmaer die erste Viertelstunde auf dem engen Kunstrasen des Wilsdruffer Parkstadions komplett. Mit einfachsten Mitteln brachten die Gastgeber den Favoriten immer wieder in Verlegenheit. Bereits nach drei Minuten hätte Sebastian Göldner den Underdog in Führung bringen müssen, doch nach einer flachen Eingabe von Hellwig versagten ihm vor dem Tor die Nerven. Die Gäste brachten in der Anfangsphase rein gar nichts zustande. Die Ausnahme bildete da ein Schuss von Dennis-Sven Radig, welchen der 42-jährige Motor-Torwarttrainer Maik Schäfer, der die etatmäßigen Schlussleute des Landesklassisten vertrat, souverän meisterte (5.). Stattdessen brannte es zunächst mehrfach lichterloh im FC-Strafraum, so dass sich die Führung der Platzherren nahezu zwangsläufig ergaben musste. Somit war die „Zu-Null“-Vorgabe von FC-Trainer Daniel Wohllebe bereits nach wenigen Minuten bereits im Keim erstickt. Nach einer Freistoßvariante stand Braune plötzlich völlig frei und ließ Jan Evers aus Nahdistanz keine Abwehrchance – 1:0 (11.). Doch damit noch nicht genug. Nach einem erneuten Grimmaer Fehler im Aufbauspiel hätte Hellwig um ein Haar für den Außenseiter erhöht, doch ließ er beim Torabschluss die nötige Genauigkeit vermissen (13.). Damit waren scheinbar alle FC-Kicker aus dem Winterschlaf erwacht, fortan ließ der Favorit endlich den Ball etwas besser laufen. Prompt ergaben sich Gelegenheiten, als Jackisch eine Flanke von Tröger per Kopf aus Nahdistanz über den Kasten drückte (14.) und Brand – über die Stationen Wedehase und Jackisch – am glänzend reagierenden Schäfer scheiterte (15.). Doch mit dem folgenden Eckball sollte der Sachsenligist bereits ausgleichen. Gefühlvoll von Vincent Markus hereingebracht, rammte der am ersten Pfosten einlaufende Stefan Maruhn die Kugel per Kopf wuchtig zum 1:1 in die Maschen (16.). Fortan drückten die Gäste der Partie mehr und mehr den Stempel auf, was sich sofort im Ergebnis niederschlagen sollte. Kapitän Robin Brand profitierte von einem zu kurz abgewehrten Ball und bezwang Schäfer, der vorher noch gegen Jackisch rettete (17.), mit einem Schuss von der Strafraumgrenze – 1:2 (20.). Nichtsdestotrotz blieb auch im Anschluss daran so manche Schaltpause in der Grimmaer Defensive unübersehbar, wobei Evers allerdings nur einmal bei einem Schuss von Sebastian Göldner eingreifen brauchte (25.). In Sachen Kommunikation und Gedankenschnelligkeit ist auf Grimmaer Seite in den kommenden Wochen eine dringende Steigerung von Nöten. Auf der anderen Seite war jedoch positiv anzumerken, wie man sich in Wilsdruff bis zur Pause eine ganze Reihe guter Möglichkeiten erarbeitete und erspielte. Was man allerdings daraus machte, war insgesamt viel zu wenig. Einen Schuss von Robert Schabram stellte Schäfer vor ernsthafte Probleme (21.), bei einem Schlenzer von Vincent Markus fehlten die berühmten Zentimeter (37.). Wenig später setzte Brand seinen Kopfball – nach vorheriger Schabram-Flanke – etwas zu hoch an (38.), ein Heber von Oliver Kurzbach über den herausstürzenden Schäfer war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt (41.). So war es einzig Vincent Markus vorbehalten auf der Anzeigetafel weiter anzuschreiben, der nach gutem Spielzug über Brand und Wedehase erfolgreich war – 1:3 (26.). Allerdings hätte der Grimmaer Vorsprung vor dem Pausenpfiff durchaus noch anwachsen können. Schäfer zeigte sich nach einem Flachschuss von Christoph Jackisch voll auf der Höhe (42.), kurz darauf kamen nach einem sehr gut getretenen Jackisch-Eckball alle Gäste-Akteure einen Schritt zu spät (45.).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten nahmen die Muldestädter den Schwung aus der Endphase des ersten Durchganges mit. In den ersten drei Minuten hatte der Favorit drei klare Gelegenheiten, doch ließ abermals die Verwertung stark zu wünschen übrig. Zunächst zischte ein Schuss von Jackisch um Haaresbreite am Motor-Kasten vorbei (46.), anschließend traf der allein aufs Tor zulaufende Rocky Wedehase nach einem glänzenden Kurzbach-Zuspiel nur den Außenpfosten (47.). Zu guterletzt versuchte sich abermals Jackisch aus der Drehung, doch blieb hier Schäfer der Sieger (48.). Doch hielt der Grimmaer Anfangsschwung nicht lange an. Zwar blieben die Muldestädter klar feldüberlegen, doch ließ man in der Folgezeit die nötige Zielstrebigkeit stark vermissen. Nichtsdestotrotz hatten Robin Brand (58., 64.) und Philipp Schlüter (63., 65.) weitere gute Möglichkeiten um das Resultat weiter anwachsen zu lassen. Wilsdruff wehrte sich zwar nach Kräften, doch kam der Landesklassist über Ansätze kaum hinaus. Torgefährlich wurden die Gastgeber nur, wenn man von weiteren Grimmaer Schaltpausen im Rückwärtsgang profitierte. So strich zunächst ein Schuss von Hellwig knapp am Evers-Gehäuse vorbei (60.), später musste der Grimmaer Torhüter gegen Göhler reaktionsschnell parieren (83.). Indes gab es an der Dominanz der Muldestädter sicherlich nichts zu deuteln, doch muss angemerkt werden, dass die Vielzahl der Fehler im Ballvortrag im zweiten Durchgang einfach zu hoch war. Daran konnte auch das 1:4 – ein sehr schöner Distanzschuss von Christoph Jackisch (66.) – recht wenig ändern. Erst in den letzten zehn Minuten wurde das FC-Spiel wieder etwas besser, da es nun wieder besser gelang den Ball laufen zu lassen und jeglichen Zweikämpfen damit aus dem Weg zu gehen. Nach einem Kurzbach-Eckball hatte Markus den fünften Treffer auf dem Kopf, doch fehlten hier die berühmten Zentimeter (82.). Allerdings sollte der Favorit kurz vor Schluss noch einmal jubeln dürfen. Als Schäfer einen Flachschuss von Kurzbach nur nach vorn prallen ließ, reagierte Philipp Schlüter als Schnellster und lochte aus Nahdistanz mühelos zum 1:5-Endstand ein (84.).

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SG Motor Wilsdruff – FC Grimma  1:5 (1:3)

Wilsdruff: Schäfer – Knop, Stefan Göldner (ab 46. Sander), Dettloff – Kohl, Rickert, Lucius, Braune – Hellwig – Gerstenberger (ab 58. Göhler), Sebastian Göldner – Trainer: Rabe
Grimma: Evers – Schabram, Maruhn, Schlüter, Kurzbach – Tröger, Radig – Jackisch, Brand, Markus (ab 46. Koch) – Wedehase (ab 78. Szepesi) – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: K. Windisch (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: J. Windisch, Obenaus (beide Dresden) – Tore: 1:0 Braune (11.), 1:1 Maruhn (16.), 1:2 Brand (20.), 1:3 Markus (26.), 1:4 Jackisch (66.), 1:5 Schlüter (84.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Bathke – keiner – Zuschauer: 30 im Parkstadion (Kunstrasen) zu Wilsdruff

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