Grimmaer Tafel freut sich über Ernte

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Grimma. Die Nerchauer Tafel-Gärten sind fast abgeerntet. Einige Kürbisse sind noch am Reifen. In den letzten fünf Monaten kümmerten sich fünf Ein-Euro-Jobber in der Kleingartenanlage „Farbenfroh“ um die Pflanzen. Etliche Bürgerinnen und Bürger stellten die Samen und Stecklinge für das Sozialprojekt der Stadt Grimma zur Verfügung. Das Ergebnis: 133 Kilogramm Kartoffeln, 200 Kilogramm Tomaten, 50 Kilogramm Radieschen und Rettiche, 84 Kilogramm Zucchini, 104 Salate, sieben Kilogramm Rhabarber, Kilogramm Tomaten, 55 Kilogramm Gurken, 118 Kilogramm Kohlrabi, 110 Kilogramm Bohnen, 45 Kilogramm Zwiebeln und zahlreiche Bündel Kräuter. „Wir freuen uns sehr, dass der Ertrag so reichhaltig war und wir damit die Tafel unterstützen können“, sagt Henriette Pusch-Bommert, die in der Stadtverwaltung Grimma die Tafelgärten betreut. Die soziale Einrichtung kann das frische Obst und Gemüse gut gebrauchen. „Wir sind sehr dankbar für die Spenden“, freut sich Tafelchefin Heidrun Henze-Fleihs. Die 57-Jährige ist seit 16 Jahren für Bedürftige in den umgebauten Erdgeschosswohnungen im Wohnblock Gabelsbergerstraße 5 da. Mehrmals in der Woche fährt sie und ihr Team, bestehend aus zehn ehrenamtlichen Helfern, zwei Bundesfreiwilligendienstlern und vier Ein-Euro-Jobbern, am Morgen und abends die Supermärkte in der Umgebung an und holt sich Waren ab, die wahrscheinlich sonst in der Tonne landen. „Wir haben uns über die Jahre eine großes Netzwerk aufgebaut“, meint Heidrun Henze-Fleihs. „Doch oft reichen die Lebensmittel nicht“. Ohne private Spenden und die große Unterstützung wäre es nicht möglich. „Vor allem fehlt es oft an Konserven: Nudeln, Reis oder Butter“, sagt die Tafelchefin. „Über Lebensmittelspenden mit einem langen Haltbarkeitsdatum freuen wir uns besonders“. Die Tafel der Arbeiterwohlfahrt finanziert sich vorwiegend aus Spenden. Und die Kosten sind hoch. Die Kühlzelle in Kleinbardau hat über zwanzig Jahre hinter sich und muss dringend repariert werden. Um die wieder in Schuss zu bringen, sammelte die Big Band der Bundeswehr auf dem Landesmusikfest in Grimma. Auch für Sprit und Wartung des Tafel-Fuhrparks geht jede Menge Geld drauf. Von Montag bis Freitag ist die Ausgabestelle für zwei Stunden am Nachmittag geöffnet. 30 bis 40 Menschen kommen jeden Tag und holen sich einen Beutel ab, der im Vorfeld mit etwa 10 Kilo Lebensmittel gepackt wurde. So eine Familienpackung kostet 4 Euro. Jeder, der weniger als den Pfändungsfreibetrag im Monat zur Verfügung hat, kann das Angebot der Tafel nutzen. Es sind etwa 400 Einzelpersonen und Familien, die derzeit in der Datenbank registriert sind. Wer die Tafel mit Geld- oder Lebensmittelspenden, selbst geerntetem Obst und Gemüse unterstützen möchte, kann sich gern melden.

Grimmaer Tafel des AWO Kreisverbands Mulde-Collm e.V., Gabelsbergerstr. 5 | 04668 Grimma, Tel.: 03437/ 91 35 06 | E-Mail: grimmaer-tafel@awo-mulde-collm.de, Sparkasse Muldental, Kto-Nr. 101 002 0028, BLZ 860 502 00, Stichwort Tafel Grimma

Quelle: PM Stadt Grimma

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