Start Nachrichten Landkreis Jahrelanges Provisorium bei Naunhof: So geht es mit der A14-Ampel weiter

Jahrelanges Provisorium bei Naunhof: So geht es mit der A14-Ampel weiter

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Ampelanlage A14 Abfahrt Naunhof
Foto: Archiv/Sören Müller/KI optimiert

Naunhof. Seit mehr als sechs Jahren regelt eine provisorische Ampelanlage den Verkehr an der Anschlussstelle Naunhof an der A14. Nun gibt es Fortschritte bei der Planung einer dauerhaften Lösung. Einen konkreten Termin für die Umsetzung kann die Autobahn GmbH allerdings weiterhin nicht nennen.

Wie die Autobahn GmbH auf Anfrage mitteilt, soll die mobile Lichtsignalanlage durch eine stationäre Ampel ersetzt werden. Die Planungen dafür seien inzwischen vorangeschritten. Ein Vorentwurf liege bereits vor, derzeit würden die Markierungs- und Beschilderungspläne abschließend bearbeitet.

Im nächsten Schritt sollen die Planung und anschließend die Umsetzung der konkreten Lichtsignalanlage erfolgen. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden und die dauerhafte Ampel in Betrieb gehen könnte, ist jedoch noch unklar. „Ein Fertigstellungsdatum können wir Ihnen zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht nennen“, teilte das Unternehmen mit.

Provisorium seit 2020 im Einsatz

Die mobile Ampel an der Anschlussstelle Naunhof wurde Mitte 2020 in Betrieb genommen. Hintergrund war ein Antrag der Unfallkommission, nachdem es im Bereich der Anschlussstelle wiederholt zu Abbiegeunfällen gekommen war. Bereits im Mai 2024 hatte das Medienportal Grimma über die lange Einsatzdauer der provisorischen Anlage berichtet. Damals verwies die Autobahn GmbH noch auf offene Fragen zu baulichen und verkehrlichen Anpassungen im Bereich der Anschlussstelle und der S43. Eine Entscheidung über eine dauerhafte Ampelanlage stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Kosten für das Provisorium

Ein weiterer Aspekt sind die laufenden Kosten der mobilen Anlage. Nach Angaben der Autobahn GmbH beliefen sich diese im Jahr 2024 auf knapp 150 Euro pro Kalendertag. Auf Grundlage dieses damaligen Betrags errechnete sich bereits nach vier Jahren ein Gesamtaufwand von rund 218.000 Euro. Wie hoch die tatsächlichen Kosten inzwischen ausfallen und wann die stationäre Ampel fertiggestellt werden kann, bleibt offen. Mit dem fortgeschrittenen Planungsstand ist nun zumindest ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Lösung erreicht.