Nach Tierschutz-Einsatz: Hundeanzahl erhöht sich auf 67

0
1
Fotos: Sören Müller

Grimma. In Grimma kam es wie berichtet am Dienstagmorgen zu einem größeren Einsatz von Veterinäramt und Polizei.

Grundlage war ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss wegen neuer Hinweise auf deutlich mehr Tiere und schlechte hygienische Zustände in einem Wohnhaus in der Nicolaistraße.

Insgesamt wurden schließlich laut aktuellen Angaben des Landkreises 67 Hunde, vier Katzen und zwei Kanarienvögel aus dem Wohnhaus geholt, untersucht und in Tierheimen untergebracht.

Der Zustand der Tiere sei demzufolge sehr unterschiedlich: Während der Fütterungszustand meist in Ordnung ist, mangelt es an vor allem an Pflege. Viele Tiere sind demzufolge nicht sozialisiert, wurden in Gruppen gehalten und zeigen demnach teils Verhaltensauffälligkeiten. Da keine tierärztlichen Unterlagen vorgelegen haben sollen, wird der Gesundheitszustand nun einzeln bei jedem Tier überprüft. „Gestern wurde zunächst ein mündliches Tierhalteverbot ausgesprochen. Weitere rechtliche Maßnahmen werden nach Auswertung der Fortnahme folgen.“

Im Fokus steht nun das Wohl der Tiere. Geeignete Hunde sollen zeitnah an erfahrene und verantwortungsvolle Halter vermittelt werden. Unterstützung für Tierschutzvereine – etwa durch Spenden oder Mithilfe – ist immer willkommen. Die Tiere wurden regional breitflächig verteilt, heißt es seitens der Behörden.