So hat Grimma gewählt – Berger triumphiert, Volksparteien weit abgeschlagen

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Grimma. Matthias Berger bleibt Bürgermeister. Mehr als deutlich wurden die beiden Herrausforderer Lutz Simmler (CDU) und Ingo C. Runge (SPD) geschlagen. Wie hat Grimma gewählt?

Die Wahlbeteiligung in Grimma lag bei 49,3 Prozent und war etwas besser als in vielen anderen Kommunen. Berger gewann als klarer Favorit haushoch mit 89,90 % und 10.465 Stimmen, Lutz Simmler (CDU) bekam 6,59 % mit 767 Stimmen und dritter im Bunde wurde Ingo C. Runge (SPD) mit 3,51 % und 409 Stimmen. Bergers stärkster Wahlbezirke waren Grimma West und Dürrweitzschen mit über 95 % Stimmenanteil. Der „schwächste“ Bezirk in Nerchau mit 83%. Simmler hatte seine Hochburg in Hohnstädt und Nerchau mit jeweils 11 bzw. 10 Prozent. Der schwächste Bezirk war Dürweitzschen mit gut 2%. Runge konnte mit 8% in Cannewitz punkten, verlor mit 1,4% in Grimma West deutlich gegen seine Kontrahenten. „Das tolle Wahlergebnis hat mich gestern wirklich überwältigt. Knapp 90% habe ich so nicht erwartet. Ich freue mich über dieses mir ausgesprochene Vertrauen und möchte mich nochmal bei allen Freunden, Bekannten und Unterstützern bedanken. Wir müssen unsere Stadt weiterhin als Gemeinschaft voran bringen und entwickeln. Dazu möchte ich alle recht herzlich einladen, damit unser Grimma immer ein Stück weiter kommt.“ ließ Berger heute über seinen Facebookauftritt verlauten. Der CDU Stadtverband gratulierte Berger via Facebook und ordnete das Wahlergebnis des eigenen Kandidaten als ernüchternd ein. Ingo C. Runge gratulierte Berger über seine eigene Facebookseite ebenfalls und will weiterhin mit der SPD in Grimma die Stadt gestalten. Lutz Simmler bedankte sich auf seiner Facebookseite bei seinen Wählern und Unterstützern, gratulierte Berger und rief zum Miteinander auf. Neuer Landrat wurde Henry Graichen (CDU) mit 64 %. (In Grimma wählten ihn 57,7 %)  Er löst damit Dr. Gerhard Gey ab, welcher nicht nochmal kandidierte. Fazit: Mit nur 6,59 % und 3,51% kann das Ergebnis für die „Volksparteien“ in Grimma nicht zufriedenstellend sein, ebenfalls ist eine Wahlbeteiligung unter 50 % auch wieder ein Beispiel, das Politik nicht mehr bei Jedem ankommt. Berger kann stolz auf sich sein. Seine Bürgernähe und die Verdienste um die Stadt Grimma haben überzeugt.

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