Miese Nummer: Zusteller verkauft elektronische Geräte aus Paketen

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Symbolbild
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Schkeuditz. Am 11. Januar 2024 teilten ein 59-Jähriger und seine 22-jährige Tochter den Beamten des Polizeireviers Leipzig-Nord mit, dass sie ein hochwertiges Smartphone über eine Internetplattform kaufen wollten und sie bei der Abwicklung des Geschäftes skeptisch geworden waren.

Der Verkäufer wollte sich bei einer persönlichen Übergabe weder ausweisen noch konnte er einen Kaufvertrag vorweisen. Deshalb entschlossen sich die beiden, die Polizei zu informieren. Einprägsam war, dass der Mann bei dem Gespräch die Kleidung eines Zustellers getragen habe.

Durch umfangreiche Ermittlungen wurde bekannt, dass das Smartphone durch einen 25-jährigen Paketzusteller (deutsch) zum Verkauf angeboten worden war. Im Zuge weiterer Maßnahmen erhärtete sich der Verdacht, dass der 25-Jährige neben dem Telefon bereits weitere elektronische Geräte aus Paketsendungen entwendet hatte und diese dann verkauft hat.

Am 1. Februar ergab sich der Verdacht, dass der Tatverdächtige auf einer aktuellen Zustelltour erneut ein elektronisches Gerät entwendete und dieses sofort auf einer Internetplattform zum Kauf anbot. Beamte des Reviers Leipzig-Nord verlegten sofort in den Bereich, wo der 25-Jährige Pakete zustellte und konfrontierten ihn mit dem Verdacht. Zum jetzigen Zeitpunkt beläuft sich der Stehlschaden nach ersten Schätzungen auf eine niedrige fünfstellige Summe, allerdings dauern die Ermittlungen noch an. Der Tatverdächtige steht unter dem Verdacht, mehrere Diebstahlshandlungen im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit begangen zu haben sowie mehrfach das Post- und Fernmeldegeheimnis verletzt zu haben.