Naunhof: Stundenlanger Löscheinsatz bei Großbrand in ehemaliger Pelzfabrik

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Naunhof. Weiterhin sind Einsatzkräfte der Feuerwehr dabei, das Feuer im ehemaligen Sachsenpelz Gebäude zu löschen. Die Löscharbeiten gestalteten sich den ganzen Tag über schwierig.

Seit den frühen Morgenstunden am Sonntag sind die Feuerwehrkameraden aus Naunhof dabei, die Flammen zu löschen. Unterstützung für die Naunhofer Kameraden kam zwischenzeitlich aus Brandis, Beucha, Klinga, Pomßen, Großpösna und Ammelshain. Der stellv. Kreisbrandmeister Steffen Kunze und das Feuerwehrtechnische Zentrum aus Trebsen unterstützten die Feuerwehrkameraden vor Ort.

Wie Einsatzleiter Ulf Kendschek von der Feuerwehr Naunhof mitteilte, waren in der Spitze gut 70 Feuerwehrkameraden im Einsatz, um den Brand zu löschen. „Das Gebäude war aufgrund des vorangeschrittenen Brandes im Dachbereich und der bereits stattgefundenen Abrissarbeiten im Inneren des Gebäudes nur von außen zugänglich“ schildert Kendschek die ersten Minuten nach Ankunft der Einsatzkräfte. Die Brandbekämpfung konnte daher nur über die Naunhofer Drehleiter, später dann auch über die Brandiser Drehleiter durchgeführt werden.

Probleme machte auch die Dachkonstruktion selbst. Der Brand hatte sich über die Zwischendecke auch in das Nebengebäude gefressen und machte eine Ablöschung kaum möglich. Gegen Mittag unterstützte dann die Abrissfirma die Löscharbeiten mit schwerem Gerät, um die Konstruktion auseinanderzuziehen.  Um das Feuer zu löschen mussten auch lange Schlauchleitungen verlegt werden. Später konnte auch das Wasser aus der Parthe für die Restablöschung nutzbar gemacht werden.

Der starke Wind, welcher den Rauch niederdrückte ließ die Wasserentnahme aus der Parthe lange nicht zu. Die Bürgermeisterin Anna-Luise Conrad machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage vor Ort und unterstützte die Kameraden und organisierte die Verpflegung. Wann der Brand in Gänze gelöscht ist, könne aktuell noch nicht gesagt werden. Die Restablöschung soll noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Aufräumarbeiten innerhalb der eingesetzten Wehren werden wohl im Anschluss ebenfalls noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie der Brand überhaupt entstanden ist, ist derzeit noch völlig unklar. Brandstiftung gilt aber als wahrscheinlichste Ursache. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.