Warum man Essensreste nicht einfach wegspült

Am 19. November ist Welttoilettentag / Jeder Einzelne kann durch sein Verhalten Gutes bewirken und Schäden vermeiden

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Mitarbeiter bei einer Kamerabefahrung des Kanals unter dem Marktplatz von Grimma. Bildnachweis: Veolia/H. Rebsch

Grimma. Schätzungsweise 2,5 Milliarden Menschen leben nach wie vor ohne ausreichende Sanitärversorgung. Damit das Thema nicht vergessen wird, haben die Vereinten Nationen den 19. November zum Welttoilettentag erklärt.

Hierzulande ist eine funktionierende Toilette so selbstverständlich, dass der Umgang damit teilweise zu sorglos ist – und damit ganz andere Probleme geschaffen werden. „Wenn Speisereste jeglicher Art über die Toilette weggespült werden, dann freuen sich die Ratten. Und unsere Mitarbeiter, die im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain für den reibungslosen Betrieb der Kanalisation sorgen, müssen die Suppe dann sprichwörtlich auslöffeln und Schadensbegrenzung betreiben„, sagt Alexander Zschocke, Gruppenleiter Abwasser bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH in Grimma. „Dabei kann jeder Einzelne durch sein Verhalten dazu beitragen, dass das Abwasser vernünftig abfließt und Ungeziefer ferngehalten wird„, appelliert Alexander Zschocke an die Vernunft der Menschen.

Veolia-Mitarbeiter der Gruppe Kanalnetz der Niederlassung Grimma bei der Befahrung des Kanalnetzes mit einer Spezialkamera. Bildnachweis: Veolia/H. Rebsch

Viele Dinge, die in der Kanalisation für Probleme sorgen, haben dort einfach nichts zu suchen. „Besonders ärgerlich und sehr leicht zu vermeiden sind in der Tat Speisereste. Andere Dinge, wie Feuchttücher, Mullbinden, Wattestäbchen, Hygieneartikel oder Rasierklingen, bereiten allerdings noch größere Schwierigkeiten, weil die Technik in Mitleidenschaft gezogen wird„, schildert Alexander Zschocke. Wenn Pumpen ausfallen, könnte die gesamte Abwasserentsorgung unterbrochen sein. Weitere Informationen im Netz: service.veolia.de/rund-ums-wasser/toilette-kein-muelleimer/

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