Feuerwehrübung: Pflegeheim in Grimma Süd „evakuiert“

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Foto: Sören Müller

Grimma. Qualm wälzt sich aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss. Kurz darauf heult die Sirene los. Feueralarm im Altenpflegeheim der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental e.V. in Grimma Süd! Etwa 30 Bewohner, die meisten gehbehindert, müssen in Sicherheit gebracht werden. Ein schwieriges Unterfangen, die alten Leute, zumeist Rollstuhlfahrer über Treppen in möglichst kurzer Zeit nach draußen zu bringen. Innerhalb kürzester Zeit ist die Feuerwehr am Brandort zur Stelle.

Ein Brandort, der am Donnerstag im Rahmen des wöchentlich stattfindenden Ausbildungsdienstes der Grimmaer Feuerwehr nur simuliert ist. Doch für Feuerwehr und Mitarbeiter ist die Frage zu beantworten: Wird in der Praxis klappen, was in Schulungen vermittelt wurde? Wie klappt das Zusammenspiel zwischen Heim und Feuerwehr? Funktionieren die Brandschutzeinrichtungen?

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Während die Feuerwehr aus Grimma die Atemschutztrupps zusammenstellen und die Drehleiter positionieren, müssen sich die Mitarbeiter drinnen um die Bewohner kümmern; sie in die Rollstühle setzen, sie beim Gehen stützen, beruhigend auf sie einreden und zu den Notausgängen führen.  Für viele der alten Leute ist das eine sehr aufregende, anstrengende und aufreibende Sache. Schon alleine deshalb, wurden die eigentlich zu evakuierenden Personen von Mitarbeitern gespielt. Das ist aber auch wichtig um selbst den Blickwinkel zu bekommen, wie es den Bewohnern im Ernstfall ergehen würde.

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Solche Übungen sind wichtig, um ein Sicherheitsgefühl zu bekommen und die Abläufe zu üben, ist sich Michael Grimm, Chef der Grimmaer Feuerwehr sicher, der erst jüngst mit seinen Kameraden wieder Erfahrungen mit solchen Evakuierungen machen musste, als im Landkreis ein Mann mit Bomben gedroht hatte. Die Einsatzkräfte haben inzwischen damit begonnen, systematisch das Haus abzusuchen. Mittlerweile kommt auch die Drehleiter zum Einsatz. Das simulierte Feuer hat mittlerweile die Fluchtwege abgeschnitten. Der abgeschnittene Fluchtweg lässt nur eine Chance: Nun muss über die Drehleiter befreit werden. Das klappt reibungslos.

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Eine gute Stunde nach der Alarmierung können Heimleitung und Wehrleiter Grimm ein insgesamt positives Fazit ziehen. „Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt„, lobt Grimm nicht nur seine Kameraden, die sehr umsichtig und konzentriert die Übung angegangen sind, sondern auch die Mitarbeiter. Nach etwa einer Stunde war die Übung beendet. In einem Ernstfall wären noch mehr Rettungskräfte im Einsatz gewesen, was die Abläufe noch optimiert hätte.

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