Grimmas Höhlenlabyrinth öffnet für Besucher 20 Jahre Tiefkellersystem Grimma

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Grimma. Das Felsenkellerlabyrinth ist ab dem 24. April für Besucher offen. Die Gästeführer Bernd Voigtländer und Frank Ziegra geleiten die Besucher ab 18.00 Uhr durch die tausendjährige Anlage. Pro Person kostet die Führung 3 Euro. Die Stollenbesucher sollten gut zu Fuß sein, eine Jacke und eine Taschenlampe bei sich haben.  Seit 20 Jahren bietet die Stadt Grimma Führungen durch die Grimmaer Unterwelten an. Die geheimnisvollen Gänge unter dem Tempelberg schlängeln sich 700 Meter durch den Tempelfelsen. Immer wieder stößt man auf Kammern, Abzweigungen und bizarre Formationen. In diesen 20 Jahren wurden von den fachkundigen Gästeführern knapp 40.000 Besucher durch die teilweise verschlungenen Anlagen geführt und bekamen so einen Eindruck über die Grimmaer Hardeswelten. Die Höhlenkeller entstanden vor ca. 1000 Jahren, beim Bau einer slawischen Burgwallanlage. In den Jahrhunderten danach, wurden die Höhlen als Weinkeller und zur Lagerung von Bier und anderen Lebensmitteln genutzt und ausgebaut. Im zweiten Weltkrieg dienten die Keller als natürlicher Schutzraum vor Fliegerbomben. Die ehemalige Fürstenschule St. Augustin hatte in den Kriegsjahren einen eigenen Höhlenkeller zum Schutz vor Luftangriffen. Zu DDR-Zeiten wurde in den Gängen nicht nur Bier gelagert. Viele Anwohner hatten sich im Lauf der Zeit eigene Zugänge zu der Anlage geschaffen, um sie als privaten Lagerraum zu nutzen. Diese Nutzung viel später allerdings weg. Das Bergbauamt musste etliche Gänge auf Grund von Einsturzgefährdungen schließen und verfüllen. Eine zwingend notwendige Maßnahme, um den Einsturz der historischen Gänge zu verhindern. Wenn heute Touristen nach Grimma kommen, haben sie die Gelegenheit, eine Führung durch die Unterwelten zu buchen. Die beiden Gästeführer Bernd Voigtländer und Frank Ziegra bieten einmal im Monat eine Nachtführung durch die tausendjährige Anlage. Alle anderen Führungen müssen extra gebucht werden. Das Felsenkellerlabyrinth ist eine Sensation und von Anfang April bis November geöffnet.

Sonderführungen mit Musik, Tanz und Licht

Mystisch-mittelalterlich wird es zur ersten Sonderführung des Jahres. Am 22. Mai, 21.00 Uhr, erklingen Kontrabass und Gesang durch das Gangsystem am Oberwerder. „Experimenteller Folk in der Grotte“ spielt die Gruppe „Saeldes Sans“ aus Berlin am 26. Juni um 21.00 Uhr. Am 27. Juli schweben ab 21.00 Uhr Elfen zu afrikanischen Rhythmen durch die Höhle. Mit sphärisch-meditativen Klängen begrüßen Claudia Hoffmann und Mareike Greb ihre Gäste am 04. September ab 21.00 Uhr. Reservierungen sind in der Stadtinformation am Markt 23 möglich.Gruppenführungen

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Individuelle Führungen bietet die Stadtinformation am Markt 23 für Gruppen an. In der Woche zahlen Gruppen 40 Euro, nach 20.00 Uhr 50 Euro. Am Wochenende und an Feiertagen kostet die Führung 50 Euro und nach 20.00 Uhr 60 Euro. Die Stadtinformation ist unter der Telefonnummer 03437/ 98 58 285 erreichbar.

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